TSV schiebt sich wieder auf Platz 2 - 26.03.2025
Handball-Oberliga: Simbach feiert Kantersieg gegen Gundelfingen – Starker Momo Voll
Von Michael Scherer
Endlich mal wieder ein gelungener Auftritt: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach haben am Samstagabend ihre Durststrecke (3 Spiele, nur ein Punkt) beendet und ihre spielerischen Qualitäten gezeigt. Nach 60 Minuten gegen den TV Gundelfingen hieß es 34:22 für die Innstädter – „das hat Spaß gemacht“, sagte Sportlicher Leiter Julian Henzel nach dem Kantersieg. Und nach diesem Erfolg auf heimischer Platte findet sich das Team von Senad Jagodic auf Rang 2 in der Tabelle wieder, denn Konkurrent Ottobeuren ließ im Heimspiel gegen Haunstetten überraschend Federn.
Rang 2, das bedeutet nicht nur die Vizemeisterschaft in der Handball-Oberliga Süd, sondern auch zwei Relegationsspiele um den Aufstieg in die Bayernliga. „Ein lohnendes Ziel“, sagt der Sportliche Leiter, „wenngleich der Aufstieg für diese Mannschaft in diesem Jahr noch nicht wirklich Sinn machen würde, sie braucht noch ein Jahr“.
Beispiele für Henzels These sahen die Fans auf der gut gefüllten Tribüne der Richard-Findl-Halle am Samstag in Hälfte 1. Die Gastgeber erzielten zwar das 1:0, doch das Heft des Handelns nahmen zunächst die Gäste in die Hand. Allen voran durch ihren Halbrechten Jannik Bihler, der am Ende des Abends zehn Tore in seiner privaten Statistik verbuchen konnte. „Ihn konnten wir in der 1. Halbzeit nicht stoppen“, sagte Henzel.
So wogte die Partie mit leichten Vorteilen für die bayerischen Schwaben hin und her, erst unmittelbar vor der Halbzeit gelang es Schwibach & Co., sich etwas abzusetzen und mit einem Mini-Vorsprung von 14:12 in die Kabine zu gehen. Grund des Übels waren laut Henzel zu viele verworfene Bälle im Angriff und eine zu löchrige Abwehr. Doch dahinter stand mit Momo Voll ein Torwart, der am Samstagabend mehrmals glänzte. „In den ersten 30 Minuten hat Momo mehrere freie Würfe gehalten, sonst wären wir mit einem Rückstand in die Halbzeit gegangen“, sagte der sportliche Leiter. Und Voll hielt sein Niveau bis zur Auswechslung in Minute 50 und ließ sich auch durch zwei Kopftreffer nicht erschüttern. „Eine klasse Leistung“, lobte Henzel den Torhüter.
Im zweiten Abschnitt machten indes auch Volls Vorderleute Dampf und zogen binnen zehn Minuten auf 22:14 davon, damit war das Ding durch. „Wir haben endlich wieder unseren Tempo-Handball gezeigt und endlich auch mal wieder Tempo-Gegenstöße gelaufen“, sagte Henzel, der einen Spieler aus der Vielzahl guter TSV-Akteure hervorheben mochte: Janic Katzhuber. Der Rechtsaußen spielte fast durch, da Jan Syrinek ob anhaltender Knie-Probleme keine Sekunde auf der Platte stand. Und der Simbacher Nachwuchs-Spieler zeigte, was er drauf hat, traf achtmal ins gegnerische Netz. Auch Top-Scorer Jan Josef blühte gegen Gundelfingen wieder auf und war ebenfalls achtmal erfolgreich – für den Tschechen eine eigentlich „normale“ Quote.
Durch diesen Sieg hat der TSV bei noch drei ausstehenden Spielen noch alle Chancen auf die Vizemeisterschaft, wenngleich es in den Partien gegen Herrsching und Tabellenführer Ismaning (plus das Duell gegen den SC Unterpfaffenhofen-Germering) gegen zwei Vereine geht, gegen die die Innstädter in der Vorrunde verloren haben. Dagegen scheint der TSV Ottobeuren mit den Spielen gegen HT München II (A), FC Bayern (H) und Kempten-Kottern (H) das vermeintlich leichtere Restprogramm zu haben. „Wir werden es sehen“, sagte Henzel nach 60 Minuten in eigener Halle, die dem TSV eines zurückgegeben haben: das Selbstvertrauen in die eigene Stärke.
TSV mit neuem Ziel, Fizemeister! - 22.03.2025
Noch vier Spiele haben die Handball-Herren des TSV Simbach bis zum Saisonende in der Oberliga Süd zu absolvieren. Das nächste findet am heutigen Samstag vor heimischer Kulisse gegen den stark abstiegsbedrohten TV Gundelfingen statt. Die Innstädter rangieren nach einer deftigen Klatsche am vergangenen Wochenende zwar noch auf dem dritten Platz, haben den Meistertitel sicher verspielt.
Am anderen Ende der Tabelle kämpfen die Gundelfinger um den Klassenerhalt. Mit acht Punkten liegen die Mannen um das Trainertrio Bernd Dunstheimer, Adi Konkel und Nico Ruchti auf dem vorletzten Platz. Aus den letzten vier Spielen benötigt das Team vier Siege, um noch eine Chance auf den Nichtabstieg zu haben - unberücksichtigt von den Ergebnissen der besser platzierten Mannschaft von HT München II. Realistisch gesehen ist dies eine unlösbare Aufgabe für den TVG.
Die bayerischen Schwaben, oberhalb der Handballhochburg Günzburg beheimatet, gehören zu den Aufsteigern der letzten Saison und haben sich in der laufenden Meisterschaftsrunde intensiv auf den Klassenerhalt vorbereitet und sich mit Pascal Röhm und Rückkehrer Marco Krumscheid auch personell verstärkt. Auffälligster Akteur bei den „Gärtnerstädtern“ ist jedoch Jannik Bihler, der bereits in der Vorsaison zum TVG stieß und ursprünglich vom württembergischen Landesligisten HSG Bargau-Bettringen kam. Wie bei seinem vorherigen Verein ist er auch in Gundelfingen für die Tore zuständig. In der Torschützenliste liegt er derzeit auf Platz 2 und das bemerkenswerterweise ohne einen erkennbaren Treffer vom 7m-Punkt.
Der beachtlichste Erfolg der heutigen Gäste war ein Heimsieg gegen den TSV Haunstetten, ansonsten überwiegend Niederlagen, wenn auch einige sehr bittere in der Rückrunde. Als Aufbaugegner kann man das Team nahe der Donau dennoch nicht bezeichnen, zieht man die jüngsten Partien der Innstädter mit in Betracht. Ausgerechnet beim Tabellenletzten FC Bayern München ging Gundelfingen als Sieger vom Platz, hingegen kehrte Simbach vor zwei Wochen, mit einer überwiegend wirkungslosen Leistung und entsprechendem Punktverlust zurück.
Das Team aus der Innstadt hinkt seit einigen Spielen den Erwartungen hinterher, nicht zuletzt aufgrund diverser Verletzungsmiseren, mit denen die Mannschaft von Trainer Senad Jagodic zu kämpfen hatte und hat. Auch wenn die fehlenden Leistungsträger mittlerweile wieder an Bord sind, hapert es noch am Spielfluss und der Chancenauswertung. Diese Hürden zu überwinden, ist nun Aufgabe der gesamten Mannschaft. Ein Schlüsselfaktor wird sein, die viel gelobte Moral durch Teamgeist und aufopferungsvollen, geduldigen Einsatz auf dem Platz wiederzufinden. Die noch ausstehenden Spiele gegen den SC U'hofen-Germering (Platz 8) und den TSV Herrsching (Platz 7), die ebenfalls noch um jeden Punkt gegen den Abstieg kämpfen, werden alles andere als Selbstläufer. Nur wenn die Simbacher jetzt den Schalter umlegen und den um einen Punkt besser platzierten TSV Ottobeueren überholt, haben sie noch eine Chance auf die Fizemeisterschaft.
Spielbeginn ist am Samstag, 22. März, um 18 Uhr in der heimischen Richard-Findl-Halle. Den Auftakt des langen Handball-Wochenendes machen an diesem Tag ab 9 Uhr die Nachwuchshandballer der männlichen E-Jugend mit ihrem Spieltag gegen die Mannschaften aus Burghausen, Altötting und Eggenfelden. Um 14 Uhr spielen die Damen II in der Bezirksklasse gegen den TV Passau und um 16 Uhr die Damen I in der Oberliga gegen den Kissinger SC.
Am Sonntag beginnt um 10.45 Uhr die männliche D-Jugend in der Bezirksklasse gegen die Spielvereinigung aus Altenerding, um 12.30 Uhr spielt die männliche C-Jugend in der Oberliga gegen den TSV Gilching und um 14.30 Uhr beschließt die weibliche A-Jugend, ebenfalls in der Oberliga, das Handballwochenende mit dem Spiel gegen den HCD Gröbenzell.
Ein Abend zum Vergessen - 20.03.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach verliert erneut auswärts – 27:37
Von Michael Scherer
Dietmannsried. Zweite Auswärtsniederlage in Folge: Nach der Pleite beim Tabellenschlusslicht FC Bayern München vor Wochenfrist lief’s auch an diesem Wochenende für die Oberliga-Handballer des TSV Simbach überhaupt nicht. Mit einer 27:37-Niederlage mussten die Innstädter am Samstag geschlagen die Heimreise aus Dietmannsried antreten. „Das war wieder ein Abend zum Vergessen“, kommentierte Sportlicher Leiter Julian Henzel 60 enttäuschende und frustrierende Minuten in der Dreifachsporthalle zu Dietmannsried.
Trotz und allem steht das Team von Trainer Senad Jagodic in der Tabelle vier Spieltage vor Saisonende weiter auf Platz 3, mit nur einem Zähler Rückstand auf den TSV Ottobeuren auf Rang 2, der zu Relegationsspielen berechtigt. Es ist also noch alles drin in puncto Wiederaufstieg, daher fordert Henzel fürs nächste Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Gundelfingen: „Da müssen zwei Punkte her, die Mannschaft muss endlich mal wieder zeigen, was in ihr steckt.“
Beim Gastspiel bei der HSG Dietmannsried/Altusried tat sie dies nicht. Allerdings gingen die Innstädter auch mit denkbar schlechten Vorzeichen ins Spiel: Unter der Woche hatte sich Spielmacher Matthias Schimpf an der Hand verletzt, konnte daher bei der Partie in der Fremde nur im Angriff eingesetzt werden. Des Weiteren spürte der mitgereiste Jan Syrinek beim Aufwärmen einen stechenden Schmerz im Knie, der Tscheche verfolgte das Geschehen komplett von der Bank, stand keine Sekunde auf der Platte. Und: Weil Jonas Hennersberger und Marius Schachinger von Haus aus fehlten, fehlten dem TSV gegen eine starke Heimmannschaft von Beginn an die Alternativen.
So verwunderte es auch nicht, dass der Gastgeber von Beginn an die Partie nach seinen Gunsten diktierte. In Hälfte 1 probierte es das Jagodic-Team zunächst mit einer 3–2–1-Deckung, stellte im Verlauf des 1. Abschnitts auf eine 6–0-Formation um – es klappten beide Systeme nicht. „Das war unser größtes Problem, wir haben Jonas Becker nicht in den Griff bekommen“, sagte Henzel. Der Top-Scorer der Hausherren erzielte 11 seiner insgesamt 13 Tore schon vor dem Wechsel.
Und im Angriff? Da lief’s beim Jagodic-Team auch nicht, „die Unsicherheiten nach der Niederlage bei den Bayern waren deutlich zu sehen“, analysierte Henzel. Wenig überraschend ging die HSG mit einem komfortablen Vorsprung von sieben Toren in die Kabine; 21 14 so der Stand nach 30 Minuten. „Wir haben das Spiel schon in der 1. Hälfte verloren“, sagte der Sportliche Leiter, „auch wenn es in der 2. Halbzeit ein bisserl besser wurde.“
Allerdings geriet der Sieg trotz einer Leistungssteigerung der Gäste nie wirklich ernsthaft in Gefahr, der Tabellenvierte baute seinen Vorsprung bis auf maximal elf Tore aus. Am Ende gewann die HSG durch einen Treffer von Zoltan Sellei in der Schlusssekunde völlig verdient mit 37:27, der TSV war froh, dass das Spiel zu Ende war.
Aufbauarbeit ist in dieser Woche daher gefragt, denn nach zwei Niederlagen in Folge müssen die Handballer vom Inn den Schalter gegen Gundelfingen umlegen, um weiter eine Chance auf Platz 2 und damit auf Relegationsspiele gegen den Zweiten der Oberliga Nord (derzeit ASV Cham) zu haben. „Wir müssen den Frust ablegen“, sagt Henzel – nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge mitunter kein leichtes Unterfangen.
Simbach bei Dietmannsried/Altusried unter Druck - 14.03.2025
Für die Handballer des TSV Simbach heißt es am heutigen Samstag alle Kräfte zu bündeln, denn nur mit einer tadellosen Energieleistung kann das Team um Kapitän Fabian Schwibach bei den Allgäuern in Dietmannsried bestehen.
Die zuletzt erbrachten Leistungen der Innstädter fallen indes in die Kategorie „überschaubar“. Am vergangenen Wochenende eine unnötige Niederlage beim designierten Absteiger FC Bayern München, sowie davor ein mageres Remis in eigener Halle gegen den ebenfalls Abstiegsbedrohten HT München II. Die Punktverluste wiegen in Anbetracht der nur noch 5 ausstehenden Meisterschaftsspiele schwer. Aktuell Platz 3, mit einem Zähler Rückstand auf Ottobeuren und bereits 5 auf den Ligaprimus Ismaning ist eine massive Reaktion gefordert, um die Chance auf den Platz an der Sonne wieder in greifbare Nähe zu rücken.
Positives gibt es im Simbacher Lager dennoch zu vermelden. Die wochenlange Verletzungs- und Abwesenheitsserie einiger Leistungsträger neigt sich dem Ende zu. Ein Sieg in Dietmannsried/Altusried mit voller Kapelle würde der Mannschaft auf jeden Fall noch einmal Auftrieb für den weiteren Saisonverlauf geben. Und es wäre eine offene Rechnung mit den körperlich starken bayerischen Schwaben beglichen, die in der Vorrunde in letzter Sekunde durch Robin Häufele zum 27:27 Endstand in der fremden Halle ausgleichen konnten.
Die HSG Dietmannsried/Altusried geht ebenfalls mit einer Niederlage vom Vorwochenende gegen den TSV Friedberg in die Partie. Mit aktuell 19 Punkten und damit dem 5. Tabellenplatz liegt der Fokus bei der HSG aufgrund der ausgeglichenen Liga im Mittelfeld nun auf dem sicheren Klassenerhalt, um sich so früh wie möglich von allen Abstiegsängsten zu befreien. Lediglich 2 Punkte fehlen den Allgäuern noch zu diesem Ziel.
Das Simacher Team von Trainer Senad Jagodic ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst und wird mit vollem Einsatz, körperlich und mental, zu Werke gehen müssen. Es ist die direkte und beste Chance, wieder in die Spur zu kommen und die richtungweisenden Punkte mit an den Inn zu nehmen. Wer am Ende die Nase vorne haben wird, bleibt abzuwarten, eine klare Favoritenrolle ist angesichts der jüngsten Ergebnisse bei beiden Teams nicht auszumachen. Eines ist sicher, präsentieren sich beide Teams in Topform, wird es ein Spiel, das keiner so schnell vergessen wird. Anpfiff ist am Samstag, den 15. März um 19 Uhr in der Dietmannsrieder Dreifachsporthalle.
Nur einer in Normalform - 13.03.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach verliert beim Schlusslicht FC Bayern
Von Michael Scherer
Damit war nicht zu rechnen: Die Handballer des TSV Simbach haben am Samstagabend ihr Nachholspiel beim bislang abgeschlagenen Schlusslicht FC Bayern München mit 30:31 verloren – und damit im Kampf um Platz 2 einen erheblichen Dämpfer erlitten. „Das war eine sehr schlechte Leistung“, kommentierte Sportlicher Leiter Julian Henzel die 60 Minuten in der Sporthalle an der Ingolstädter Straße, „bei uns hat nur Stefan Babisch Normalform erreicht.“
Schon beim Aufwärmen spürte Henzel ein gewisses Unbehagen, „da haben Aggressivität und Konzentration gefehlt“. Und in dieser Tonart ging’s auf der Platte weiter, „von Anfang an war der Wurm drin“, sagte Henzel. Nach zehn Minuten standen für den Gast von Inn gerade einmal drei Tore auf der Anzeigetafel, die Hausherren bestimmten Tempo und Spiel. Nach 20 Minuten hatte sich das Team von Trainer Senad Jagodic etwas besser sortiert, lag nur noch mit 8:9 hinten. Die 3-2-1-Abwehr stand zwar immer noch nicht sicher, aber dahinter hielt Torwart Babisch sein Team im Match. „Er hat allein in der 1. Halbzeit 8,9 ganz starke Paraden gezeigt“, lobt Henzel seinen Schlussmann.
Und vorne? Da brachten Josef & Co. wenig zustande, leisteten sich neben einigen technischen Fehlern viele Fehlwürfe. Höhepunkt des miserablen Auftritts im ersten Abschnitt: Mit zwei Mann Überzahl schafften es die Innstädter kurz vor der Pause nicht, auch nur einen Treffer zu erzielen. „Wir haben in der 1. Halbzeit immer die falsche Entscheidung getroffen“, analysierte Sportchef Henzel. Immerhin: Das Schlusslicht, das in bisher 16 Spielen nur zweimal gewinnen konnte, führte nur mit 14:13.
Und das Blatt wendete sich zunächst zugunsten des TSV. Jagodic hatte die Abwehr auf ein 6-0-System umgestellt, mit dem die Münchner zunächst nicht zurechtkamen. Vorne ließen die Mannen um Spielmacher Matthias Schimpf den Ball länger zirkulieren und wählten nur bei zwingenden Chancen den Torabschluss. Mit Erfolg: Simbach lag nach guten 40 Minuten mit 21:17 vorne. Vier Tore Vorsprung, die Dinge schienen richtig zu laufen – die Bayern zogen die Auszeit.
TSV-Coach Jagodic gönnte Top-Scorer Jan Josef eine kurze Verschnaufpause und die Gastgeber nutzten dies. „Da war ein klarer Bruch im Spiel. Warum? Ich kann es mir nicht erklären“, rekapitulierte Henzel. Nach der Auszeit gelangen den Innstädtern in fast zehn Minuten mickrige zwei Treffer, der FC Bayern setzte sich mit zwei Toren Vorsprung einen Hauch ab. In Minute 52 gelang dem TSV zwar wieder der Ausgleich zum 26:26, aber der „Wurm“ begleitete weiter ständig das Geschehen, sodass die Hausherren durch den Treffer zum 31:29 gut 30 Sekunden vor dem Abpfiff auf die Siegerstraße einbogen – der letzte Treffer von Tobias Schimpf zum 31:30-Endstand war letztlich nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Das Spiel ist es eigentlich nicht wert, erwähnt zu werden“, fasste Henzel nochmal zusammen. „Ich hoffe aber, dass wir in dieser Woche gut trainieren und mit anderer Einstellung in Dietmannsried/Altusried auflaufen.“
Nach der Niederlage in München konnte der Bayernliga-Absteiger nicht wieder Rang 2 erklimmen, der nach der Saison zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die neu geschaffene Regionalliga berechtigt. Bei einem Punkt Rückstand auf den TSV Ottobeuren könnte dies aber am kommenden Wochenende wieder gelingen, denn „Otto“ muss zum Spitzenreiter nach Ismaning. Zudem muss der TSV beim Tabellenfünften Dietmannsried/Altusried bestehen. „Es ist alles möglich“, blickt Sportchef Henzel schon auf den nächsten Spieltag voraus – auch nach einer unerwarteten Pleite.
FC Bayern München – TSV Simbach 31:30 (14:13)
Tor: Moritz Voll, Stefan Babisch, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner, Fabian Plaza, Matthias Schimpf (4), Calvin Bründl, Mark Bäumler, Tobias Schimpf (6/1 von 1 Siebenmeter verwandelt), Jan Josef (7), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (2), Bent Voll (3), Marius Schachinger (1), Tobias Plaza (2), Fabian Schwibach (3), David Kopp (4).
Beste Torschützen beim Gegner: Jan Hammerschick (6), Ludovico Bartolucci, Niklas Hammer, Marlon Faust, Stefan Heimes, Justus Tessnow (alle 4). Schiedsrichter: Stefan Kupfer (HSG Freising-Neufahrn), Dominik Stelzer (SV-DJK Taufkirchen)
Auf dem Weg nach oben: Simbach bei Schlusslicht gefordert - 08.03.2025
Die Handballer des TSV Simbach treten an diesem Wochenende beim Tabellenletzten FC Bayern München an. Der TSV Simbach belegt derzeit den dritten Platz und mit diesem Nachholspiel aus der Vorrunde gleichen die Innstädter ihre Matchbilanz aus und haben dann, wie alle anderen Mannschaften auch, nach diesem Wochenende 17 Spiele absolviert und die direkte Chance wieder auf den zweiten Platz vorzurücken.
Der FC Bayern München hingegen kämpft auch in dieser Saison um den Klassenerhalt und hat nur noch 6 Spiele, um theoretisch das rettende Ufer zu erreichen. Trotz der schwierigen Saison hat die Mannschaft immer wieder Moral bewiesen, allerdings gingen in der Rückrunde alle Punkte der Hauptstädter an die gegnerischen Mannschaften.
Vor gut vier Wochen tat sich der TSV Simbach zuhause, mitunter aufgrund der verletzten oder angeschlagenen Leistungsträger, über lange Zeit schwer gegen die Hauptstädter. Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit löste sich der Knoten, so dass am Ende ein deutliches, aber ausbaufähiges 31:24 für Simbach zu Buche stand.
Auch im kommenden Spiel muss Simbach wieder auf erfahrenes Personal verzichten. Jan Syrinec laboriert nach wie vor an einer Knieverletzung, Jan Josef wird im Abschlusstraining testen und sein Einsatz wird sich somit erst am Spieltag entscheiden. Zudem fehlt mit Jonas Hennersberger eine wichtige Stütze in der Defensive.
Beide Mannschaften werden alles daran setzen zu punkten, aus Simbacher Sicht, um die direkte Verfolgung des derzeitigen Tabellenführers aus Ismaning wieder aufzunehmen und aus Sicht des FC Bayern München, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.
Es bleibt abzuwarten, ob die Mannen vom Inn ihre Favoritenrolle bestätigen können oder ob der FC Bayern München an diesem Abend für eine Überraschung sorgen wird. Die Fans beider Lager können sich jedenfalls auf ein spannendes und hart umkämpftes Spiel freuen, in dem beide Mannschaften alles geben müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Spielbeginn ist am Samstag, 8. März, um 20 Uhr in der Sporthalle des FC Bayern an der Ingolstädterstraße.
Wieder ein Handball-Krimi bis zur letzten Sekunde - 25.02.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach remisiert gegen HT München II 22:22 – Tobias Schimpf verpasst Siegtreffer vom Siebenmeter Nicht mehr auf Platz 2 in der Oberliga: Die Handballer des TSV Simbach konnten am Sonntagnachmittag gegen HT München II ihre Erfolgsserie nur bedingt fortsetzen, boten den Fans beim 22:22 aber wieder einmal einen Handball-Krimi.
Von Michael Scherer
Handball-Spiele in der Richard-Findl-Halle sind in dieser Saison keine dröge Kost – im Gegenteil. Während am vergangenen Spieltag gegen den TSV Friedberg ein knapper Sieg gelang (28:22), reichte es an diesem Wochenende gegen den HT München II nur zum Remis für die personell geschwächte Truppe von Senad Jagodic. Dabei hätte Tobias Schimpf zum Matchwinner werden können, doch vom Siebenmeter verpasste er den Wurf ins Glück. In der letzten Sekunde.
Torarmes Spiel zweier gleichwertiger Teams Die Gäste aus München begannen das Spiel forsch: 3:0 führte die Regionalliga-Reserve in den ersten Minuten, die Simbacher fanden zunächst keinen Zugriff. Doch der TSV ließ sich nicht beirren, Kapitän Fabian Schwibach traf nach fast geschlagenen sieben Minuten zum ersten Mal ins gegnerische Netz. „Im Angriff war es schwierig, weil wir viele Ausfälle hatten“, erklärte der Kreisläufer. Logisch, wenn unter anderem der tschechische Top-Scorer Jan Josef fehlt. Zudem musste der TSV auch auf Jan Syrinek und Jonas Hennersberger verzichten.
So sprang in den ersten 30 Minuten Tobias Schimpf in die Bresche, der zusammen mit Schwibach und Tobias Plaza in den ersten 30 Minuten alle Treffer für die Heimelf erzielte. Mit einem 9:8 ging’s so in die Halbzeit – ein harter und spannender Kampf mit unterdurchschnittlich wenigen Treffern hüben wie drüben.
Die zweite Halbzeit begann aus Simbacher Sicht vielversprechend. Das Team übernahm das Kommando und konnte sich nach und nach einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Bis zur 50. Spielminute lag Simbach konstant in Führung und kontrollierte das Geschehen. Doch die Münchener gaben nicht auf und blieben stets in Schlagdistanz, mehr als zwei Tore Vorsprung waren für Schimpf & Co. nicht drin. „Bitter, denn wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagt Schwibach, „denn wir haben unsere Chancen schlecht verwertet und teilweise zu frühe Würfe genommen.“
Das Spiel entwickelte sich zum Schlagabtausch, im dem die Gäste aus der Landeshauptstadt in der 53. Minute sogar wieder in Führung gingen (17:18). Und so blieb es ein Spiel auf des Messers Schneide, das am Ende dramatisch wurde. Emil Wehner brachte die Gäste mit 22:21 in Front (58:57), Coach Jagodic zog die Auszeit (59:11), Matthias Schimpf egalisierte (59:24). Der Angriff der Münchner geht ins Leere, Gegenstoß, Foul, rote Karte für Marco Kopp, Uhr abgelaufen, Siebenmeter für Simbach – die Chance zum Sieg. Doch Tobias Schimpf, dem Mitte der 2. Hälfte schon einmal die Nerven von der Sieben-Meter-Linie einen Streich gespielt hatten, brachte den Ball erneut nicht im Tor unter.
Nächstes Spiel nach der Faschingspause beim FCB So blieb’s am Ende beim Unentschieden, durch das der TSV zwar zunächst von Rang 2 verdrängt wird – allerdings nach Minuspunkten immer noch einen Punkt Vorsprung vor dem TSV Ottobeuren besitzt.
„Wir haben uns das natürlich anders ausgerechnet, aber angesichts der personellen Lage können wir mit dem Punkt leben – es hätte auch anders ausgehen können“, bilanzierte Kapitän Schwibach. Und: „Die Jungen haben eine gute Leistung gebracht“, lobte Schwibach Spieler wie Xaver Baumgartner, Janic Katzhuber, Bent Voll oder Tobias Plaza. Die Innstädter gehen jetzt in eine kleine Faschingspause und können dann am 8. März im Nachholspiel beim Schlusslicht FC Bayern die Dinge in der Tabelle wieder zurecht rücken – vielleicht einmal mit etwas weniger Drama.
TSV gegen die Regionalligareserve des HT München gefordert - 21.02.2025
Eine Pflichtaufgabe der unangenehmen Art steht der Ersten am kommenden Sonntag in der Richard-Findl-Halle vor. Um 16:30 treten die Innstädter gegen die Zweitvertretung des HT München an. Den Gästen spielt es dabei sicherlich in die Karten, dass der TSV Simbach, aufgrund der am Samstag anderweitig vergebenen Halle, diesen Heimspieltag an einem Sonntag austragen muss. So können sie, wie es denn zweite Mannschaften nun mal in der Crunchtime einer Saison so machen, auf Verstärkung aus der Regionalligamannschaft zurückgreifen. Für die abstiegsbedrohten Münchner zählt jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, da wird auch gegen Topteams, bei welchen Punkte nicht zwangsläufig eingeplant sind, jedes Register gezogen.
So las sich der Kader, welchen die Gäste vergangenes Wochenende gegen Ligaprimus TSV Ismaning zum Einsatz brachten, durchaus beachtlich. Die Regionalligaspieler Quentin Rodriguez, Bastian Pasler und Ole Kriesmann erzielten gemeinsam 18 Tore, mit Korbinian Lex tauchte zudem erstmals in dieser Saison ein in Handball-Bayern höchst bekannter Name im Kader des HT München auf. Der frühere Abwehrchef und Kapitän des TuS Fürstenfeldbruck hat jahrelange Drittligaerfahrung, sowie eine Saison in der 2. Handballbundesliga in seiner Vita stehen. Auch auf der Trainerbank war mit Landestrainer Bernhard Karg zusätzliche Verstärkung mit an Bord. Genutzt hat dies alles nichts, von Beginn an in Rückstand verlor die Regionalligareserve deutlich und ziemlich chancenlos gegen einen Tabellenführer, der seine Titelambitionen erneut mehr als deutlich unterstreichen konnte.
Gegen weiterhin ersatzgeschwächte Innstädter werden die Gäste sicherlich in keiner schwächeren Besetzung antreten. Jeder Punkt zählt für den aufstrebenden Club aus dem Süden Münchens. Der Abstieg soll um jeden Preis verhindert werden um die Talente aus dem Jugendbereich auch sofort bei den Senioren entsprechend fördern zu können. Sowohl A- als auch B-Jugend spielen in der Jugendbundesliga eine gute Rolle, etwas das in Bayern sonst nur die langjährigen Bundesligisten HC Erlangen und HSC 2000 Coburg, sowie die Wölfe Würzburg, die sich wieder auf dem Sprung zurück in die 2. HBL befinden, von sich behaupten können. Grundstrukturen von denen viele Vereine nur träumen können, aber eben auch schnell zerfallen können, wenn der leistungsgerechte Übergang in den Erwachsenenbereich nicht gegeben ist.
Im Hinspiel lösten der TSV Simbach seine Aufgabe in Unterhaching weitestgehend souverän. Über fast die komplette Spieldauer souverän in Front, genügten jedoch sieben schläfrige Minuten um sich beinahe noch um den verdienten Lohn zu bringen. Im Stil einer Spitzenmannschaft und mit dem Selbstvertrauen einer Siegesserie im Rücken zogen die Innstädter noch den Kopf aus der Schlinge, gewannen 29:26. Diesmal sind die Voraussetzungen etwas anders. Zwar hat der TSV die vergangenen drei Spiele allesamt gewonnen, von der Souveränität der Vorrunde ist die Mannschaft jedoch derzeit weit weg. Dies ist vor allem kaderbedingt, die Verletzungsproblematik hat die Innstädter in den vergangenen Wochen voll erwischt. Auf die beiden Tschechen Jan Josef und Jan Syrinek wird Chefanweiser Senad Jagodic weiterhin verzichten müssen. Auch Jonas Hennersberger wird am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Tobias Plaza, Matchwinner aus dem Friedberg-Krimi vergangenen Samstag, ist weiterhin angeschlagen und immer noch nicht bei 100%. Simbachs Trainer muss also weiter improvisieren und viele alternative Aufstellungen austesten.
Dennoch startet Simbachs Erste als Favorit in die Partie. Als Zweiter gegen den abstiegsbedrohten Zehnten müssen in heimischer Halle zwei Punkte her, allen Umständen zum Trotz. Das Comeback gegen den TSV Friedberg brachte dem Team jede Menge Selbstvertrauen für die schwere Phase mit der dünnen Kaderdecke. Entspannung ist in Sicht, nach dem Auftritt kommenden Sonntag beginnt die Faschingspause, gerade rechtzeitig um sich auszukurieren und wichtige Kräfte für den Saisonendspurt zu sammeln. Zuvor gilt es allerdings noch die schwere Pflichtaufgabe gegen den HT München II zu lösen. So unangenehm diese denn sein möge.
Das Beste kommt zum Schluss - 17.02.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach gewinnt Handball-Krimi gegen Friedberg 28:27 – „Hätte Siebenmeter geben müssen“
Von Michael Scherer / PNP
Zehnter Saisonsieg, weiter auf Platz 2 in der Oberliga-Tabelle: Die Handballer des TSV Simbach haben am Samstagabend den Handball-Krimi gegen den TSV Friedberg mit 28:27 gewonnen – dabei lagen sie in den 60 Minuten nur ganze zweimal vorne.
Offensichtlich deutlich weniger Fans als üblich hatten sich am Samstagabend in der Simbacher Richard-Findl-Halle zum Handball-Match zwischen dem heimischen TSV und den Gästen aus dem Südosten von Augsburg eingefunden – doch die Zuschauer, die nicht das Fußball-Duell zwischen Bayer und Bayern vor der Mattscheibe verfolgen wollten, wurden von den Handballern mit einem Krimi verwöhnt. Mit einem erfolgreichen Ende für die Gastgeber, denn die Truppe von Senad Jagodic durfte nach 60 Minuten einen 28:27-Sieg feiern. Dabei hatte es lange nicht unbedingt nach diesem doppelten Punktgewinn ausgesehen.
Indes: Der Gastgeber zeigte in der Defensive ohne die beiden verletzten Tschechen Jan Syrinek und Jan Josef eine rundum gute Leistung, wie Sportlicher Leiter Julian Henzel nach dem Spektakel analysierte. Trotzdem hatten die Gäste zunächst die Nase vorne, lediglich Matthias Schimpf gelang es, mit seinem Treffer zum 7:6 nach 15 Minuten, seine Farben in Führung zu werfen. Doch diese sollte gerade einmal 55 Sekunden Bestand haben, hernach übernahm Friedberg wieder das Kommando.
Zwar konnte der Gast die Simbacher keineswegs abschütteln, aber die Schwaben lagen bis zur drittletzten Minute (!) stets vorne. Die Gründe dafür waren laut Sportlichem Leiter diesmal im Angriff zu finden: „Wir hatten wieder einmal einige Fehlwürfe und leichte technische Fehler“, sagte Henzel. So dümpelte die Partie lange vor sich hin und von den Rängen sprang auch kein Funke aufs Jagodic-Team über. Für den musste der Trainer selbst sorgen, denn er nahm in der 46. Minute beim Stand von 19:23 die Auszeit und sortierte seine Reihen neu.
Mit Erfolg. Den Vier-Tore-Rückstand verwandelten die Blau-Gelben in ein 25:25. Auch dank des an diesem Abend formidablen Tobias Schimpf, der mit zehn Toren mehr als ein Drittel aller TSV-Treffer erzielte. „Tobi hat das sehr gut gemacht“, lobte Sportchef Henzel, „ob nach Kreuzungen, in der 2. Welle oder vom Siebenmeter-Punkt.“ In den letzten Minuten konzentrierte sich die Friedberger Abwehr aber derart auf den Linkshänder, dass Freiräume für seine Mitspieler entstanden – die Janic Katzhuber, Fabian Schwibach und final Tobias Plaza nutzten. Nach zwei Auszeiten – zuerst von Simbach, dann von Friedberg – netzte Plaza zum 28:27 ein; genau 44 Sekunden vor dem Ende.
So durften die bayerischen Schwaben noch einmal ihr Glück versuchen, doch das war ihnen in diesem Moment nicht hold. Im letzten Angriff wurde einer ihrer Spieler gefoult, „das hätte einen Siebenmeter geben müssen“, war sich TSV-Sportchef Henzel ganz sicher.
Doch die beiden Schiedsrichter entschieden nicht auf den freien Wurf von der Linie, so dass Henzel die Aufregung der Gäste nachvollziehen konnte. Wobei die Unparteiischen während der 60 Minuten nach den Worten von Henzel per se keinen guten Tag erwischt hatten und hüben wie drüben Unverständnis über einzelne Entscheidungen erzeugten. „Das war natürlich ärgerlich für Friedberg, aber zuvor haben sie mehrfach gegen uns gepfiffen, von daher gleicht sich das am Ende aus.“
Den am Ende immer lauter werdenden Fans war’s egal, sie feierten den Sieg ihres TSV, der durch den Erfolg seinen 2. Platz festigt, der nach Abschluss der Runde zur Aufstiegs-Relegation berechtigt. Soweit ist es aber noch lange nicht, denn bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Ottobeuren ist dieser Zweikampf sechs Spieltage vor Schluss längst nicht entschieden.
TSV Simbach – TSV Friedberg 28:27 (12:14)
Tor: Moritz Voll, Stefan Babisch; Feld: Xaver Baumgartner (1), Fabian Plaza, Matthias Schimpf (5), Mark Bäumler (1), Jonas Hennersberger (2), Tobias Schimpf (10/3 von 4 Siebenmeter verwandelt), Janic Katzhuber (2), Bent Voll, Marius Schachinger (2), Tobias Plaza (3), Fabian Schwibach (2), David Kopp (1).
Beste Torschützen beim Gegner: Hugo Häusler (7/4 Siebenmeter), Lasse Rehmeyer (5). Schiedsrichter: Maximilian Oginski, Nils Paliga (beide FC Bayern München)
Beendet Friedberg den Lauf des Tabellenzweiten? - 14.02.2025
Die Handballfans dürfen sich am heutigen Samstag auf ein spannendes Duell in der Handball-Oberliga Süd zwischen dem gastgebenden TSV Simbach und den Gästen aus Friedberg freuen. Die Innstädter werden ihren 2. Tabellenplatz leidenschaftlich verteidigen, um den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Der TSV Friedberg wird Bestform abrufen, um aus dem oberen Mittelfeld Punkte und Plätze gut zu machen.
Mit dem Spiel gegen die Augsburger Vorstädter kommt es auf niederbayerischem Boden zur Neuauflage des Klassikers aus der Vorrunde. Nach einem verhaltenen Start ins neue Jahr finden die Simbacher immer mehr in die Erfolgsspur. Aus den letzten beiden Begegnungen ging das Team von Senad Jagodic jeweils als Sieger hervor und ist gewillt, dies auch in dieser Partie zu tun.
Das Hinspiel in Friedberg konnten die Mannen vom Inn knapp mit 30:28 für sich entscheiden. Nach einem zwischenzeitlichen 6-Tore-Rückstand brachten die Treffer von Jonas Hennersberger und Fabian Schwibach rund neun Minuten vor Spielende die Wende zur erstmaligen Führung und letztlich den Punktgewinn für Simbach.
Friedberg verzeichnete in den letzten beiden Spielen einen Sieg gegen die Reserve des HT München und eine Niederlage, ebenfalls als Gastgeber, gegen den zeitweise starken Aufsteiger aus Kempten-Kottern. In beiden Spielen war vor allem die Friedberger Defensive der Schlüssel zum Erfolg aber auch Misserfolg.
Im Angriff der Herzogstädter glänzten zuletzt Regisseur Hugo Häusler (#99) und Rückraumlinks Lasse Rehmeyer (#34) sowie Emil Thiel zwischen den Pfosten. Rehmeyer ist zudem der erfolgreichste Torschütze der Friedberger, Häusler der erfolgreichste 7m-Schütze im teaminternen Ranking, in der Gesamtbilanz sogar vor Simbachs Goalgetter Jan Josef.
Trotz der positiven Serie der letzten Spiele wird es für Simbach am Samstag keine leichte Aufgabe. Friedberg ist nach den letzten beiden Spielen der Simbacher gegen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel wieder eine deutlich stärker einzuschätzende Hausnummer. Das Team aus der Innstadt um Spielmacher Matthias Schimpf hat in den letzten Wochen hart gearbeitet und spielerisch höchsten Einsatz gezeigt, um die Erfolgskurve wieder nach oben zu biegen und ist bereit, diese Leistung vor heimischem Publikum zu bestätigen.
Spielbeginn ist am Samstag, 15. Februar, um 18 Uhr in der heimischen Richard-Findl-Halle. Bereits um 14 Uhr spielt die weibliche A-Jugend in der Oberliga gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf und um 16 Uhr haben die Damen 1 gegen den TSV Brannenburg die Chance, den zweiten Tabellenplatz zu erobern.
Am Sonntag, 16. Februar, beginnt der Spieltag mit der Partie der männlichen D-Jugend um 13 Uhr gegen den TV Eggenfelden, den Abschluss des Handballwochenendes markiert die weibliche D-Jugend ab 14:45 Uhr gegen den ASV Dachau
Handball-Oberliga: TSV Simbach erkämpft sich 30:27-Sieg in Kempten - 11.02.2025
Top-Scorer Jan Josef muss mit Muskelriss in der Wade zur Halbzeit raus – doch sein Team hält den Sieg fest
Von Doris Kessler
Einen wichtigen Auswärtssieg haben die Handballer des TSV Simbach am Samstag bei der SG Kempten-Kottern gefeiert – jedoch einen hohen Preis dafür bezahlt. Torjäger Jan Josef hat sich in der Partie gegen Ende der ersten Halbzeit verletzt und wird wegen eines Muskelrisses in der Wade wohl länger ausfallen. Umso beeindruckender, dass der Simbacher Kampfgeist darunter nicht gelitten hat: 30:27 stand es am Ende.
Dabei waren die Vorzeichen bereits vor Spielbeginn nicht die Besten für die Innstädter: Krankheits- und verletzungsbedingt musste man arg dezimiert die Reise ins Allgäu antreten. Matthias Schimpf war zwar zum Spiel in Kempten wieder fit, dafür fiel sein Bruder Tobias verletzt aus, auch auf Jan Syrinek und Tobias Platzer musste der TSV verzichten. Zudem hatten die Gastgeber die Niederbayern höchst motiviert empfangen – immerhin hatte die SG Kempten-Kottern aus den letzten sechs Spielen 12:0 Punkte geholt.
Doch beim TSV Simbach hatte man aus den Fehlern der Vorwoche gelernt – gegen Oberliga-Schlusslicht FC Bayern München war man schwach gestartet, konnte die Partie aber in der zweiten Hälfte noch drehen. Im Allgäu waren die Innstädter von der ersten Minute an präsent: Dank einer starken ersten Halbzeit legten die Simbacher früh den Grundstein zum Sieg. Auch wenn die Gastgeber in der zweiten Hälfte druckvoll aufkamen, behielt der TSV die Nerven und sicherte sich verdient die zwei Punkte.
Muskelriss in der Wade: Jan Josef fällt wohl länger aus
Die Simbacher erwischten den besseren Start in die Partie. Mit einer stabilen 3-2-1-Abwehr zwangen sie die Gastgeber immer wieder zu Fehlern und konnten sich durch schnelles Umschaltspiel gute Torchancen erarbeiten. Besonders Jan Josef zeigte sich in den ersten 30 Minuten in Topform und steuerte allein acht Treffer zur starken Offensivleistung bei. So konnte sich der TSV bis zur Pause auf 18:14 absetzen. Der Wermutstropfen: Ende der 1. Halbzeit verletzte sich Jan Josef, der bis dahin bereits acht Treffer erzielt hatte, an der Wade – „Muskelriss in der Wade“, nennt Sportlicher Leiter Julian Henzel eine erste Diagnose. „Er wird wohl länger ausfallen“, schätzt er. Trotz des Dämpfers jedoch hielt der Kampfgeist der Simbacher an. Das lag vor allem daran, dass Xaver Baumgartner, der an die Position von Jan Josef rückte, trotz seiner noch jungen 21 Jahre seine Aufgabe mit Bravour meisterte und auch Jonas Hennersberger und Marius Schachinger, der für Tobias Schimpf spielte, eine gute Partie zeigten.
Und so wurde das Spiel nach dem Seitenwechsel zwar deutlich umkämpfter, aber Simbach behielt die Nerven. Kempten-Kottern stellte auf eine aggressive 3-2-1-Deckung um und erschwerte dem TSV den Spielaufbau. Zudem erwischte SG-Torhüter Frieder Mari eine starke Phase und verhinderte mit mehreren Paraden, dass die Gäste ihren Vorsprung weiter ausbauten. Aufgrund relativ vieler Fehlwürfe kamen die Kemptener bis auf zwei Tore ran: „Wir merkten dann schon auch, dass die Kräfte im Team langsam nachlassen. Was logisch ist, wenn man mit sechs Spielern durchspielen muss“, bemerkt Henzel. Trotzdem hielt der TSV den knappen Vorsprung bis in die Schlussphase. In der 58. Minute bot sich Kempten-Kottern noch die Gelegenheit zum Ausgleich, doch der Wurf verfehlte das Ziel. Im direkten Gegenzug nutzten die Simbacher ihre Chance eiskalt und entschieden das Spiel mit zwei schnellen Toren für sich.
„So ein Sieg tut auch dem Selbstbewusstsein gut“
„Unsere Abwehr stand dieses Mal sehr gut und wir konnten das schnelle Tempo-Spiel der Kemptener gut in den Griff bekommen“, analysiert der sportliche Leiter. Die Gastgeber haderten im Nachgang mit der teils uneinheitliche Linie der Schiedsrichter, Henzel kann dies jedoch nicht bestätigen: „Unserer Meinung nach haben die Unparteiischen beiderseits gut gepfiffen“, merkt er an. Insgesamt sei der Sieg einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken gewesen: „Wir haben gekämpft, obwohl wir personell angeschlagen waren. So ein Sieg tut auch dem Selbstbewusstsein im Team gut.“
SG Kempten-Kottern – TSV Simbach 27:30 (14:18)
Tor: Moritz Voll, Stefan Babisch, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner (3), Matthias Schimpf (4/1 Siebenmeter), Mark Bäumler (1), Jonas Hennersberger (4), Jan Josef (8/2), Janic Katzhuber (2), Bent Voll (2), Marius Schachinger (5), Tobias Plaza, Fabian Schwibach (4), David Kopp.
Beste Torschützen beim Gegner: Leo Steiner (6/6 Siebenmeter), Daniel John (5). Schiedsrichter: Anne Kurstedt, Dominik Schnorr (beide TSV Haunstetten).
Ein erfolgreicher Samstagabend Handball-Oberliga: TSV Simbach feiert nach einer Durststrecke wieder einen Sieg – Klares 31:24 gegen das Schlusslicht FC Bayern - 05.02.2025
Von Michael Scherer
Na endlich: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach haben nach vier Spielen ohne Sieg am Samstagabend wieder gewonnen, das Team von TSV-Trainer Senad Jagodic schickte das Schlusslicht FC Bayern München beim 31:24 mit einer Niederlage nach Hause in die Landeshauptstadt.
„Das war wieder mal ein schöner Spieltag in der Richard-Findl-Halle“, fasste Sportlicher Leiter Julian Henzel Nachmittag und Abend in der Simbacher Sporthalle zusammen. Erst gewannen die Damen (siehe Bericht auf dieser Seite), dann beendeten die Herren ihre Durststrecke von vier Spielen ohne doppelten Punktgewinn – gegen einen Gegner mit demselben Namen, den FC Bayern München. „Das hat Spaß gemacht.“
Allerdings legt der TSV wieder einmal einen Stotter-Start aufs Parkett. Maximal auf vier Tore zogen die Gastgeber gegen den in der Tabelle unter ferner liefen agierenden Tabellenletzten davon. Die Gründe dafür: Zum einen verschlampern die TSV-Akteure durch viele technische Fehler zu oft den Ball und vergeben auch einige freie Würfe leichtfertig; zum anderen schläfert der Gast mit überaus langen Angriffen die TSV-Defensive immer wieder ein. Und als die Abwehr dann genug döste, „haben wir viele blöde Gegentreffer kassiert“, sagte Henzel. „Das ist eben eine Frage der Konzentration.“ So dümpelt die Parte vor sich hin, Simbach legt vor, München zieht nach. Kaum überraschend geht’s mit einem 13:13 in die Kabine, dabei hat der Gast wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff beim 13:12 noch die Nase vorn.
In der Kabine muss der Trainer dann offenbar die richtigen Worte gewählt haben, denn wie verwandelt beginnt seine Truppe Abschnitt zwei. „Ich weiß nicht, was und wie er etwas gesagt hat, aber es muss wohl alles richtig gewesen sein“, informiert der Sportchef.
Der TSV legt los wie die Simbacher Feuerwehr, zieht mit einem 6:0-Lauf auf und von dannen. „Wir haben den Ball nach einer gelungenen Abwehr-Aktion schnell nach vorne gebracht und einfache Tore erzielt“, sagt Henzel. Seine Lehre daraus: „Wenn die Mannschaft das spielt, was sie kann, dann funktioniert’s“ – Handball kann manchmal einfach sein. Der Gast reagiert derweil auf den Zwischenspurt seiner Gastgeber mit einer Auszeit. Die nimmt Schimpf & Co. zwar nicht die Energie, aber etwas den Schwung der ersten Minuten. So bleibt es lange bei den sechs Toren Vorsprung, erst in den letzten fünf Minuten schraubt der Tabellenzweite das Ergebnis noch marginal in die Höhe. Beim Stand von 31:24 erklingt die Schlusssirene und alle TSV-Fans in der bestens gefüllten Halle freuen sich über das Ende der Negativ-Serie ihrer Handballer.
Mit dem doppelten Punktgewinn hat der Bayernliga-Absteiger bei den Minuspunkten weiter zwei Zähler Vorsprung vor dem TSV Ottobeuren, deren sogar vier vor dem TSV Haunstetten, der am Wochenende klar in Gundelfingen verlor. „Sieht gut aus“, sagt denn auch Sportchef Henzel, „wenngleich jetzt bei der SG Kempten-Kottern und gegen Friedberg zwei Spiele folgen, aus denen wir vier Punkte holen sollten, das wäre großartig.“ Ausgeschlossen ist dies keinesfalls, denn Henzel attestierte seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine solide, geschlossene Leistung. „Und das zählt am Ende.“
Bericht auf Niederbayern TV: Klick
Statistik: TSV Simbach – FC Bayern München 31:24 (13:13)
Tor: Moritz Voll, Stefan Babisch, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner, Matthias Schimpf (5), Calvin Bründl, Mark Bäumler (1), Tobias Schimpf (7/5 Siebenmeter/1 nicht verwandelt), Jan Josef (6), Janic Katzhuber (3), Tobias Deutsch, Bent Voll (2), Marius Schachinger (2), Tobias Plaza (2), Fabian Schwibach (2), David Kopp.
Beste Torschützen beim Gegner: Domenik Zimmermann (9/6), Ludovic Bartolucci, Niklas Hammer, Luca Hein (alle 3). Schiedsrichter: Michael Heimrich, Rainer Kopp (beide TSV Gersthofen).
TSV, ein Sieg muss her gegen das Tabellenschlusslicht - 31.01.2025
Am Samstag trifft der TSV Simbach in der heimischen Richard-Findl-Halle auf den FC Bayern München. Dieses Aufeinandertreffen in der Handball Oberliga Männer verspricht Hochspannung, da beide Teams wichtige Punkte für den weiteren Saisonverlauf sammeln müssen.
Der TSV Simbach belegt aktuell mit 16:8 Punkten den zweiten Tabellenplatz und möchte nach der jüngsten Niederlage im Traditionsduell gegen den TSV Ottobeuren wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Niederbayern wissen jedoch, dass sie einen motivierten Gegner erwarten, der trotz seiner Position am Tabellenende mit 2:20 Punkten keinesfalls unterschätzt werden darf.
Dichte Tabellensituation sorgt zusätzlich für Spannung. Zwischen dem zweiten und siebten Platz liegen nur 2 Punkte, weshalb jeder Spieltag entscheidende Veränderungen in der Tabelle bringen kann. Im Falle eines Sieges könnte der TSV Simbach seine Position wieder etwas festigen und mit 18:8 Punkten im Rennen um den Spitzenplatz bleiben, wenngleich der Abstand auf Ismaning inzwischen auf 6 Punkte angewachsen ist.
Eine Niederlage hingegen könnte den TSV Simbach im schlechtesten Fall auf den fünften Tabellenplatz zurückfallen lassen, da mehrere Teams wie der TSV Ottobeuren oder der TSV Haunstetten dicht dahinter lauern. Bei dieser engen Tabellensituation in der Liga wäre ein Punktverlust gegen den Tabellenletzten besonders bitter.
Der FC Bayern München hat in der vergangenen Saison nur knapp den Ligaerhalt geschafft und steht nach dem personellen Umbruch weiterhin vor einer herausfordernden Spielzeit. Mit gleich sechs Abgängen und einem Wechsel auf der Trainerbank haben sich die Oberbayern zum Start dieser Meisterschaftsrunde neu aufgestellt. Aleksandar Radukic löste Fadil Kqiku als Headcoach ab und bildet zusammen mit Sven Küther das neue Trainergespann.
Besonders im Fokus steht bei den Münchnern Marcel Karaköcek (#7), der sowohl als treffsicherer Akteur als auch als verlässlicher Schütze von der Siebenmeterlinie glänzt. Mit den Neuzugängen Domenik Zimmermann (HSG Rhumetal) und Leo Udovicic (HT München) hat sich die Mannschaft zudem punktuell verstärkt. Trotz der klaren Außenseiterrolle des FC Bayern München dürfen die Mannen um simbachs Trainer Senad Jagodic, in Anbetracht 4 sieglosen Partien in Folge jetzt keine weitere Pleite mehr leisten.
Für die Gastgeber wird es entscheidend sein, gegen den vermeintlichen Außenseiter eine mentale Top-Einstellung zu zeigen und als geschlossene, siegeshungrige Einheit aufzutreten. Nur mit einer konzentrierten und durchschlagkräftigen Leistung kann die Negativserie gestoppt werden.
Anpfiff der Partie ist am Samstag 1. Februar um 18 Uhr in der Richard-Findl-Halle. Weitere Begegnungen an diesem langen Handballspieltag auf heimischen Terrain sind ab 9:00 Uhr männliche Minis-Spieltag mit TSV Simbach, TV Altötting III, TG Landshut, TV Altötting II und VfL Waldkraiburg. Um 14:00 Uhr weibliche A-Jugend (Oberliga wA Süd) gegen HSG B-one. Um 16:00 Uhr dann die Damen 1 (Oberliga F Süd) ebenfalls gegen den FC Bayern München. Am Sonntag den 2. Februar finden keine Spiele in Simbach statt.
Alle Handballfans sind herzlich willkommen, die Spiele live in der Richard-Findl-Halle zu verfolgen und die Teams lautstark zu unterstützen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, und spannende Partien sind garantiert. Die Teams freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und tosende Ränge!
Der Negativ-Trend hält an - 28.01.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach bleibt im vierten Spiel hintereinander ohne Sieg – „Müssen wieder Selbstvertrauen tanken“
Von Michael Scherer
Außer Spesen nichts gewesen: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach mussten am Samstagabend mit einer 30:35-Niederlage beim TSV Ottobeuren im Gepäck die Heimreise an den Inn antreten. „Der Gegner war einfach zu gut“, analysierte Sportlicher Leiter Julian Henzel.
Es läuft einfach nicht mehr: Absteiger TSV Simbach hat durch die Niederlage in Ottobeuren auch im vierten Spiel hintereinander nicht gewinnen können. Dabei war die Niederlage im Verfolgerduell beim TSV Ottobeuren verdient. Die einzig gute Nachricht: Der TSV bleibt in der Liga weiter auf Platz 2.
Schon am Freitagabend beim Abschluss-Training verfinsterten sich die Mienen bei den Verantwortlichen der Innstädter. Denn: Bei der Übungseinheit verletzten sich Tobias Plaza und Jan Syrinek, hinzu kam der Ausfall von David Kopp (Grippe). Da auch Jonas Hennersberger aus beruflichen Gründen passen musste, „war uns am Freitag schon klar, dass es schwierig wird“, sagte der sportliche Leiter. „Uns fehlen da schlichtweg die Alternativen“, so Julian Henzel.
Und mit diesem geschwächten Kader startet das Jagodic-Team mit einem Malus, gerät nach 54 Sekunden mit 0:1 in Rückstand. Soweit noch nichts passiert, denn Matthias Schimpf kann eine Minute später egalisieren. Doch dieses 1:1 wird der einzige Gleichstand während der 60 Minuten bleiben, fortan dominieren die Gastgeber, die natürlich wieder ihren Top-Scorer Felix Füry – er ließ die ersten beiden Spiele im neuen Jahr aus – auf der Platte präsentieren. Doch nicht Füry diktiert das Geschehen, sondern zunächst der zweite Rückraum-Spieler von „Otto“, David Willert. Der Halbrechte trifft in den ersten zehn Minuten gleich viermal, „immer mit demselben Trick, als Rechtshänder über Halbrechts“, beschreibt Henzel. „Wir haben ihnen nie in den Griff bekommen, egal, wer gegen ihn stand.“
So setzt sich der heimische TSV peu à peu ab, die Gäste-Torhüter Moritz Voll und Stefan Babisch verhindern mit ihren Paraden noch Schlimmeres. In der 1. Hälfte ziehen die Hausherren auf +3 Tore weg, dank eines Kraftaktes und zwei Treffern von Jan Josef und Fabian Schwibach in der letzten Minute vor der Halbzeit steht es beim Gang in die Kabine „nur“ 16:15.
Im zweiten Abschnitt ändert sich wenig am Geschehen: Ottobeuren trifft wieder und wieder, der Gast hält dagegen. Noch. Denn ab Minute 37 dreht sich die Partie zugunsten des Rangdritten: Jakob Mayer muss für Ottobeuren auf die Bank, zwei Minuten. Tobias Schimpf verwandelt den Siebenmeter, der auch zur Zeitstrafe geführt hat zum 20:19. Doch erneut Willert und Daniel Whyte treffen – in Unterzahl. Mayer ist noch nicht wieder zurück, da erhält Simbach erneut einen Siebenmeter – und mit Moritz Schneider bekommt ein weiterer Ottobeurener Handballer eine Zwei-Minuten-Strafe.
Doch was passiert? Der Strafwurf von Tobias Schimpf landet nicht im Netz, dafür die nächsten beiden Würfe der Hausherren, denn das Jagodic-Team vertändelt gleich zweimal hintereinander den Ball. „Das war für mich der Knackpunkt im Match“, sagt denn auch Sportchef Henzel.
Zwar ergeben sich die Gäste noch nicht komplett, aber die Moral ist gebrochen, die Hausherren enteilen dem TSV jetzt nicht nur auf der Anzeigetafel. Bis auf acht Tore bauen Willert, Füry & Co. ihren Vorsprung aus (56:10) – Coach Jagodic nimmt die Auszeit. So kann seine Mannschaft das Ergebnis noch kosmetisch korrigieren, am Ende steht trotzdem eine klare 30:35-Niederlage zu Buche – die dritte im vierten Spiel nacheinander.
Die Panik-Taste drückt beim Bayernliga-Absteiger indes keiner. Auch wenn Jan Syrinek noch am nächsten Wochenende fehlen wird, hofft man beim TSV auf die Trendwende im nächsten Spiel. Da gastiert der FC Bayern München am Inn – der Tabellenletzte. „Da wollen wir Selbstvertrauen tanken“, sagt der Sportliche Leiter, „und endlich mal wieder zwei Punkte holen“.
TSV Simbach bleibt im dritten Spiel hintereinander ohne Sieg – Remis gegen Haunstetten Von Michael Scherer
Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer? Die Simbacher Handballer stehen nach dem Unentschieden in eigener Halle gegen den TSV Haunstetten weiter auf Rang 2 in der Oberliga, können nach zwei Niederlagen in Folge aber auch das dritte Spiel hintereinander nicht gewinnen. Immerhin: Durch den Punktgewinn – oder je nach Betrachtungsweise Punktverlust – musste Simbach den ärgsten Verfolger nicht an sich vorbei ziehen lassen.
Trainer Jagodic probiert es mit einer 6:0-Deckung
„Diese Mannschaft war definitiv schlagbar“, sagte Kapitän Schwibach, der gegen die Truppe aus Augsburg überraschend wieder auf der Bank Platz nahm. Schwibach hatte nach der Partie gegen Ismaning durch einem „Schwinger“ seines Gegenspielers eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen und die ganze Woche nicht trainieren können.
An einen Einsatz war eigentlich nicht zu denken – und Schwibach setzte sich eigentlich auch nur pro forma auf die Auswechselbank. „Doch es kam dann wieder anders“, so der Kreisläufer. Trainer Senad Jagodic probierte es zunächst mit einer klassischen 6:0-Deckung mit Mark Bäumler und David Kopp in der Mitte, den Gebrüdern Matthias und Tobias Schimpf auf den Halben sowie Janic Katzhuber und Bent Voll auf den Außen-Positionen. Im Angriff wechselte dann Jan Josef mit Bäumler. „Ein guter taktischer Kniff“, sagte Schwibach – nur leider zeitigte dieser nicht das gewünschte Ergebnis. Ab etwa 20 Minuten konnten sich die Gäste sogar etwas absetzen und gingen mit einem 15:12-Vorsprung in die Halbzeit. „Wir haben einfach keinen Zugriff gefunden“, sagte Schwibach, der im zweiten Abschnitt zur mehr Einsatzzeit kam, weil der Coach wieder auf die vertraute 3-2-1-Formation in der Defensive umstellte – die Verhältnisse auf der Platte änderte dieses System nur langsam.
Syrinek bringt den TSV erstmal in Minute 46 in Front
In Minute 46 brachte Jan Syrinek die Hausherren erstmals beim 20:19 in Front. Doch wer nun glaubte, der Bayernliga-Absteiger würde die Partie nun zu seinen Gunsten kippen können, wurde eines Besseren belehrt. Simbach legte vor, Haunstetten glich aus. „Wir hätten in dieser Phase auch auf plus 2 davon ziehen können, haben aber da wieder technische Fehler eingestreut, schade“, bilanzierte Kapitän Schwibach.
Er selbst egalisierte bei 58:22 Minuten zum 28:28 und dann hatte der TSV durch Jan Josef noch einmal die Chance zum Tor, doch sein Wurf ging drüber. „Man kann da auch Siebenmeter pfeifen“, ärgerte sich Schwibach, die Pfeife der Schiedsrichter blieb in diesem Moment jedoch stumm. So hatten die Haunstettener den letzten Angriff, doch der zwischenzeitlich für den guten Moritz Voll eingewechselte Stefan Babisch parierte und hielt den einen Punkt so fest.
„Leider fühlt es sich wie eine Niederlage an“, sagte Simbachs Spielführer, „dementsprechend war auch die Stimmung nach dem Spiel – zumindest haben wir in der 2. Hälfte ansatzweise das gezeigt, wo wir hinwollen“ – ist das Glas also nun halb voll oder halb leer?
Nach der Niederlage vor Wochenfrist gegen den Spitzenreiter haben die Handballer des TSV Simbach in der Oberliga auch gegen Haunstetten nicht gewinnen können, gegen den Rangdritten hieß es am Ende 28:28. „Momentan ist etwas der Wurm drin“, analysierte Kapitän Fabian Schwibach
Wiederauferstehung gegen Haunstetten geboten! - 17.01.2025
Die Handballer des TSV Simbach bestreiten ihr 2. Spiel im neuen Jahr gegen den TSV Haunstetten und eröffnen damit die Rückrunde dieser Saison in der Südstaffel der Oberliga Männer. Nach der empfindlichen Niederlage der Innstädter am vergangenen Wochenende gegen Spitzenreiter TSV Ismaning heißt es wundenlecken und zu alter Stärke zurückfinden.
Haunstetten startet die Rückrunde gegen Simbach mit einer Niederlage aber auch einem Spiel mehr auf dem Papier. Die „Rot-Weißen“ aus dem Süden von Augsburg haben sich sukzessive auf Platz 3 der Tabelle gearbeitet und sind damit unmittelbarer Verfolger von Simbach bei ausgeglichenem Stand der Positivpunkte.
Im Gegensatz zu den Niederbayern gelang der Jahresauftakt, der gleichzeitig auch den Abschluss der Hinrunde markierte, für Haunstetten gegen den Derby-Rivalen aus Friedberg. Der Jahresausklang war für das Team um Trainer Christian Kofler indes keine schöne Bescherung, denn auch der TSVH vergab, wie inzwischen die meisten Spitzenteams der Staffel, die Siegeschance gegen den Aufsteiger und derzeit bärenstarken SG Kempten-Kottern.
Bereits eine Spitzenposition bekleiden die Augsburger Vorstädter in den Ranglisten für die meisten Tore pro Spieler. Sowohl führend in der Gesamttorschützenliste als auch bei den 7m-Toren ist Dominik Albrecht (#7). Der Goalgetter verbucht konstant seine 5 bis 10 „Buden“ pro Spiel und ist neben dem Spielmacher Max Manz (#2) der auffälligste Akteur bei Haunstetten.
Für das Team um Simbach’s Headcoach Senad Jagodic ist in diesem Spiel Wiederauferstehung geboten um Platz 2 der Tabelle zu verteidigen und die beiden jüngsten Niederlagen vergessen zu machen. Bei Normalform der Mannen vom Inn sollte das Heimspiel gegen Haunstetten eine machbare Aufgabe darstellen, vorausgesetzt die zuletzt krankheitsbedingt angeschlagenen Spieler können wieder 100% fit auf der Platte ihre Leistung abrufen damit auch trotz des voraussichtlichen Fehlens von Kapitän und Leistungsträger Fabian Schwibach die Siegeskurve des Teams wieder nach oben biegt. Im besten Fall knüpfen die Simbacher Herren an die Leistung des Hinspiels in der Albert-Loderer-Halle in Haunstetten an, wo die Punkte spielbestimmend und mit einem Endergebnis von 33:29 an den Inn gingen.
Spielbeginn ist am Samstag, den 18. Januar um 18 Uhr in der Richard-Findl-Halle. Der Handball-Spieltag beginnt bereits um 12 Uhr mit der Oberliga-Partie der männlichen C-Jugend gegen den Eichenauer SV. Um 14 Uhr bestreitet die weibliche A-Jungend in der Oberliga ihr Match gegen den TSV Schleißheim und unmittelbar vor dem Spiel der Herren treten die Damen 1, ebenfalls in der Oberliga, in den „Ring“ gegen die HSG Würm-Mitte 22. Am Sonntag, den 19. Januar finalisiert die weibliche D-Jugend das Handball-Wochenende mit ihrem Spiel gegen die HSG Schwabkirchen ab 14 Uhr in der Bezirksliga.
Niederlage mit Kopfschmerzen - 13.01.2025
Handball-Oberliga: TSV Simbach unterliegt gegen präsenten Spitzenreiter Ismaning mit 25:32
Von Michael Scherer
Diese Niederlage tut weh: Die Handballer des TSV Simbach haben am Samstag gegen Spitzenreiter TSV Ismaning klar und deutlich 25:32 verloren. Dabei musste Kapitän Fabian Schwibach 15 Minuten vor Schluss mit einer Platzwunde am Kopf vom Feld – aber nicht nur ihm brummte nach der schmerzlichen Niederlage der Schädel.
Die Schiedsrichter haben bereits den Arm in der Luft, signalisieren Zeitspiel, als Tom Notz aus dem Stand mit beiden Beinen in die Luft springt und trocken aus gut neun Metern zum 26:19 einwirft. In der Bewegung mit seinem rechten Wurfarm trifft er seinen Gegenspieler Fabian Schwibach am Kopf, und während die Gäste aus Ismaning das Tor zum 26:19 feiern, liegt der Simbacher Kapitän am Boden, niedergestreckt. Erst nach einigen Minuten kann er dank der Stütze von Physio Rudi Allgeier in die Kabine gehen, Schwibach trägt eine Platzwunde am Kopf und einen Brummschädel davon.
Seinem Team kann er nicht mehr helfen, das durch diese Szene endgültig k.o. geht in einem letztendlich fast einseitigen Duell, das die Gäste nach starken ersten 20 Simbacher Minuten beherrschen. Nach zwei desaströsen Pleiten bei Teams aus der unteren Tabellenhälfte „wussten wir, was uns hier heute erwartet“, sagte Ismanings Trainer Max Högl nach den 60 Minuten, „wir waren bereit mit Herz und Hirn“.
Und der Tabellenführer zeigt, warum er in der Oberliga ganz oben steht, die Ismaninger finden immer die besseren Lösungen. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, die Leistung meiner Mannschaft war schon sehr gut“, formulierte der Ismaninger Coach.
Zupass kommt den Handballern aus dem Münchner Nordosten dabei, dass der TSV Simbach unter Trainer Senad Jagodic zwar nominell gut aufgestellt in die bestens gefüllte Richard-Findl-Halle einläuft, die Akteure allerdings noch deutlich mit den Nachwehen von Infekten zu kämpfen haben, durch die sie in der Weihnachtspause teilweise mehr als eine Woche das Bett hüten mussten, statt sich sportlich betätigen zu können. Bei Top-Scorer Jan Josef sieht es am Freitagabend im Training noch nicht nach Handball am Samstag aus, doch der Tscheche beißt fürs Team auf die Zähne. Allerdings bringt ihn Coach Jagodic in Halbzeit 2 erst nach zehn Minuten Zwangspause. Auch der körperlich angeschlagene Tobias Schimpf, der nach einer Energie-Leistung nach 13 Minuten rausgeht, kann seiner Mannschaft in diesem Match nur bedingt helfen.
So probieren es die Gastgeber zunächst mit konzentriertem Spielaufbau, bedächtiges Angriffsspiel statt Power-Handball. „Wir wollten sie zu Beginn etwas einschläfern“, erklärte Spielgestalter Matthias Schimpf, der wie David Kopp nach überstandener Grippe auch noch nicht auf vollen Touren drehen konnte. Doch wie gesagt: Nach 20 Minuten ziehen die Gäste davon, ein Kempa über linksaußen leitet einen 6:0-Lauf der Ismaninger ein, die bis zur Halbzeit auf 17:12 enteilen. Auffallend: Immer wieder treffen die Außenspieler der Gäste mit gekonnten Würfen über Torwart Moritz Voll. „Wir wollten in der Mitte zumachen und ihnen etwas mehr Freiräume geben“, erklärte Matthias Schimpf die Taktik. Die nicht aufging, weil der überragende Ismaninger Aufbau-Spieler Notz immer wieder seine Adjutanten links- und rechtsaußen prima in Szene setzt.
Nach dem Wechsel probiert’s der Simbacher Trainer mit zwei Kniffen: Zum einen stellt er Torwart Stefan Babisch in den Kasten, der Hüne gibt nach seiner freiwilligen, langen Pause sein Comeback. Und in der Abwehr-Mitte vertraut er dem Duo Kopp/Schwibach – Matthias Schimpf kann seine Kraft rein für den Angriff schonen. Doch die Maßnahmen laufen ins Leere: Babisch kassiert einen Gegentreffer nach dem anderen, bekommt keine Hand auch nur an einen Ball und verlässt nach 18 Minuten entnervt das Gehäuse.
Zu allem Übel scheitern Schwibach und Matthias Schimpf im 2. Abschnitt bei Siebenmetern am starken Gäste-Keeper Markus Winkler (13 Paraden, davon zwei gehaltene Siebenmeter). „Da hätten wir nochmal rankommen können“, analysierte David Kopp, doch nach dem vergebenen Strafwurf beim Stand von 19:24 ziehen die Gäste auf +7 davon, „da war das Ding endgültig gelaufen“, sagte Kopp. Und der TSV und sein Kapitän lagen am Boden.
In Sachen Meisterschaft wollen alle Beteiligten den Sieg der Oberbayern indes noch nicht als Vorentscheidung verstanden wissen. „In dieser Liga kann von den ersten sechs Teams jeder jeden schlagen, das ist alles sehr eng und ausgeglichen“, wies Ismanings Trainer Högl alle Glückwünsche energisch von sich. Auch bei den Hausherren machte sich zwar Frustration aber keine Depression breit. „Wir stehen einen Minuspunkt hinter Ismaning auf Platz 2, es ist noch nichts verloren, es ist alles drin“, sagte David Kopp, „wir müssen einfach weitermachen.“
Ob der Kapitän im nächsten Spiel wieder an Bord ist, ist noch offen: Fabian Schwibach wurde am Samstagabend im Krankenhaus versorgt, seine Platzwunde genäht, tags darauf konnte er das Spital trotz starker Kopfschmerzen jedoch wieder verlassen.
Gipfeltreffen zum Jahresauftakt - 10.01.2025
Die Handball-Herren des TSV erwarten zum Auftakt des Jahres 2025 den TSV Ismaning in heimischer Halle. Beide Mannschaften trennt nur ein Punkt, Ismaning ist mit 16:4 Punkten bei 10 absolvierten Spielen aktuell Tabellenführer, Simbach geht mit 15:3 Punkten und einem Spiel weniger in den Ring.
Bereits in der Saison 2021/22 lieferten sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg in die höchste bayerische Spielklasse. Am Ende hatte Ismaning die Nase vorn, im dritten Spiel vor Saisonende setzten sich die "Isar Devils" in ihrem Heim- und Rückspiel deutlich durch. Simbach konnte trotz der imposanten Kulisse in der Isarena, insbesondere durch die überwältigende Anzahl der mitgereisten Schlachtenbummler, das Spiel nicht dominieren und den knappen Vorrundenerfolg (26:25) auswärts nicht wiederholen.
Nach einer Spielrunde in der Bayernliga ging es für die Ismaninger damals zurück in die heutige Oberliga. Analog zum Simbacher Weg folgte nach dem grandiosen Doppelaufstieg der Damen und Herren bereits nach einer Spielrunde der Abstieg aus der heutigen Regionalliga Männer. Inzwischen haben sich Simbach und Ismaning wieder an die Tabellenspitze gekämpft und es könnte wieder zu einem Duell wie vor 3 Jahren kommen.
Auch der Jahresabschluss der beiden Mannschaften verlief ähnlich und wenig wünschenswert. So beendeten die Gelb-Schwarzen das Jahr 2024 mit einer überraschenden Niederlage gegen den Aufsteiger und derzeit nur einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernten SG Kempten-Kottern. Simbach patzte zum Jahresabschluss beim derzeit fünftplatzierten TSV Herrsching und verpasste damit die Chance, trotz eines Spiels weniger die Tabellenführung zu übernehmen. In beiden Spielen der beiden Mannschaften schickten die Schiedsrichter zudem jeweils in der 44. und 45. Minute Leistungsträger auf die Tribüne.
Die Münchner Vorstädter um Trainer Maximilian Högl und Florian Elsinger stellen für das Spiel am Samstag in der Richard-Findl-Halle gleich drei Spieler unter den ersten 30 der Torschützenliste. Am auffälligsten ist dabei Tom Notz (#7), der derzeit sowohl in der Gesamttorschützenliste als auch bei den 7m-Toren pro Spieler auf Platz 2 liegt. Zudem ist er auf der Mittelposition Dreh- und Angelpunkt im Ismaninger Spiel. Die Innstädter gehen mit 4 Spielern unter den ersten 30 in die Partie, allen voran Jan Josef auf Platz 5 und Spielmacher Matthias Schimpf auf Platz 8.
Von beiden Teams wird in diesem Spitzenspiel Höchstleistung erwartet, getrieben von den Ambitionen, am Ende der Saison ganz oben zu stehen und Meisterschaft wie Aufstieg zu erreichen. Für beide Mannschaften gilt es, die jüngsten Niederlagen vergessen zu machen, Konzentration, Disziplin und körperliche Höchstleistung zu 110% abzurufen. Die Favoritenrolle muss diesmal nicht von der Papierform her vergeben werden, der Favorit wird sich erst nach den zu erwartenden hochspannenden 60 Minuten in der Innstadt ergeben.
Bei einem Sieg für Simbach übernehmen die Mannen von Trainer Senad Jagodic die Tabellenführung, bei einer Niederlage droht sogar das Abrutschen auf Platz 3. Ein Unentschieden hat auf die aktuelle Platzierung beider Teams keinen Einfluss.
Spielbeginn ist am Samstag, 11. Januar, um 18 Uhr in der heimischen Richard-Findl-Halle. Bereits um 14 Uhr treffen die Herren 2 in der Bezirksliga auf die HSG Straubing 2008. Ab 16 Uhr spielen die Damen 1 in der Oberliga gegen den TSV Haunstetten II.
Am Sonntag, 12. Januar, beginnt um 14.30 Uhr die männliche C-Jugend in der Oberliga gegen den Tus Fürstenfeldbruck, bevor die weibliche A-Jugend, ebenfalls in der Oberliga, ab 16.30 Uhr gegen den FC Bayern München den Spieltag beschließt.
Erste Niederlage am 3. Advent - 19.12.2024
Handball-Oberliga: TSV Simbach unterliegt in Herrsching – Rot für Syrinek
Von Michael Scherer
Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres 2024: Die Handballer des TSV Simbach haben in der Oberliga 24/25 unter ihrem neuen Trainer Senad Jagodic ihr erstes Spiel verloren, beim TSV Herrsching unterlagen die Innstädter mit 26:29. „Es ist nix passiert“, sagte der als Co-Trainer fungierende Tobias Deutsch. „Wir haben verdient verloren“, gab der Simbacher umumwunden zu – dabei hatte der Gast lange alles gut im Griff, doch dann änderte eine rote Karte vieles auf der Platte.
Nach zögerlichem Start machten Schimpf & Co. Dampf und übernahmen nach 15 Minuten die Regie. „Wir hatten alles unter Kontrolle, das Spiel lag komplett in unserer Hand“, sagte Deutsch, der mitansehen durfte, wie sich der TSV peu à peu absetzte und mit einem 14:10-Vorsprung in die Kabine ging. Auffallend dabei: Die Unparteiischen Andre Kolb (er pfeift auch Bundesliga) und Harald Schweizer störten sich zunehmend am gestenreichen Coaching durch Senad Jagodic, sieben Minuten vor Ende der 1. Halbzeit wurden er für dieses Verhalten mit Gelb verwarnt.
„Die Schiedsrichter haben mir in der Pause gesagt, dass ihnen dieses Verhalten nicht gefällt und sie Senad mit zwei Minuten bestrafen, wenn er dies nicht einstellen würde“, erklärte Deutsch. Doch dazu soll es zunächst noch nicht kommen. Die Gäste vom Inn knüpfen im 2. Abschnitt an ihre Leistungen der ersten 30 Minuten an und bleiben weiter vorne. Bis zur 44. Minute, als Jan Syrinek mit glatt Rott zum vorzeitigen Duschen geschickt wird. „Das war eine unglückliche Aktion, Jan kommt einen Moment zu spät und erwischt seinen Gegenspieler beim Abwehr-Versuch auf außen im Gesicht“, erklärte Deutsch. Aber „das war der Knackpunkt in unserem Spiel“.
Fortan gelingt nicht mehr so viel wie bisher, die Gäste werden im Positionsspiel zu unruhig, schließen überhastet und unkonzentriert ab, leisten sich technische Fehler. Und so kommt’s wie’s kommen musste: Die Gastgeber gehen in Minute 49 erstmals in Führung – und geben diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Ins Gewicht fällt da nicht mehr die Zwei-Minuten-Strafe für den Coach auf der Reservebank gut zwei Minuten vor Schluss beim Spielstand von 26:24. „Das ist natürlich nicht optimal, aber da war die Partie eigentlich schon entschieden“, sagt Deutsch. Jagodic nimmt 90 Sekunden vor Ende noch mal eine Auszeit, das Blatt wendet sich indes nicht mehr, der TSV verliert sein erstes Spiel in dieser Saison, mit 26:29.
Aber was ist „wirklich“ passiert? Nach neun Spielen mit einer Niederlage und einem Remis ist der Bayernliga-Absteiger nach Minuspunkten in der Liga immer noch spitze, obschon der TSV Ismaning mit einem Zähler Vorsprung an der Tabellenspitze steht. Eben diesen TSV empfängt die Jagodic-Truppe am nächsten Spieltag, am 11. Januar im neuen Jahr. „Wir machen jetzt erst mal eine kurze Pause, müssen uns dann auf Ismaning fokussieren und ordentlich vorbereiten“, sagt Deutsch, „dann klappt’s auch wieder mit dem nächsten Sieg.“
Für den TSV Simbach spielten Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Fabian Plaza, Matthias Schimpf (4), Mark Bäumler, Jonas Hennersberger (4), Tobias Schimpf (2), Jan Josef (5), Janic Katzhuber (2), Jan Syrinek (4), Bent Voll, Marius Schachinger, Tobias Plaza (1), Fabian Schwibach (4), David Kopp
Vorrunden-Jahresabschluss der TSV-Herren ohne Niederlage verpflichtend angestrebt! - 13.12.2024
Die Handball-Herren des TSV Simbach reisen am Sonntag zum letzten Pflichtspiel des Jahres nach Herrsching. Das Team vom Ammersee belegt derzeit mit 10:8 Punkten den 6. Platz in der Südstaffel der Oberliga. Simbach verweilt unverändert auf Platz 2 mit bisher nur einem Verlustpunkt.
Die Innstädter können zum Jahresende eine mehr als positive Bilanz ziehen. Nach bisher 8 absolvierten Spielen in dieser Meisterschaftsrunde stehen 7 Siege und ein Unentschieden auf dem Papier, also 15:1 Punkte. Der aktuelle Ligaprimus aus Ismaning musste allerdings bereits 2 Niederlagen hinnehmen, nur aufgrund eines Positivzählers mehr, bei bereits 10 absolvierten Spielen, haben die Mannen von der Isar die Nase vorn. Verfolger der Simbacher in der Tabelle mit jeweils 9 Spielen sind direkt Haunstetten (13:5) und dann auf Platz 4 Ottobeuren (12:6).
Der TSV Herrsching startete äußerst erfolgreich in die Saison, 3 Siege nach den ersten 3 Spielen brachten die Mannen um das Trainergespann Stefan Forstmeier und Ben Schulze unter die Top 3 der Tabelle. Erst Ismaning stoppte den Lauf der Ammerseer, es folgten 2 weitere Niederlagen. Einen empfindlichen Dämpfer bekamen die kommenden Gastgeber des TSV Simbach auch am vergangenen Wochenende. Friedberg gab Herrsching eine 39:30 Klatsche mit auf die Heimreise.
Stabilität zeigt Herrsching in der Ligazugehörigkeit. Seit dem Aufstieg 2015 aus der Bezirksoberliga Alpenvorland ist man ununterbrochen in dieser zweithöchsten bayerischen Spielklasse vertreten. In der dreiteiligen Landesliga 21/22 entgingen sie allerdings nur knapp der damals hart umkämpften Relegation. Das letzte Aufeinandertreffen der Teams vom Inn und vom See gab es in der Simbacher Aufstiegssaison 22/23. Beide Male behielt Simbach die Oberhand.
Für die Herren 1 aus Simbach heißt es nun, sich in der Vorweihnachtszeit ein letztes Mal in diesem Jahr voll auf dieses Spiel zu konzentrieren. Gewohnt kämpferisch und mental unbeeindruckt von der Sonntagspartie, die um 16.30 Uhr in der Halle an der Nikolausstraße in Herrsching beginnt. Die Papierlage muss von den Handballern aus Niederbayern durch einen Sieg bestätigt werden, will die Mannschaft von Headcoach Senad Jagodic im ersten Neujahrskracher gleich gegen den TSV Ismaning wegweisend die Spitzenposition einnehmen.
Eine überzeugende Leistung - 11.12.2024
Handball-Oberliga: Simbach dominiert gegen U’hofen-Germering über 60 Minuten und gewinnt klar
Von Michael Scherer
Achtes Spiel, siebter Sieg – beste Aussichten in der Liga: Bei Bayernliga-Absteiger TSV Simbach strahlen schon vor Weihnachten die Gesichter, nach dem 39:33-Heimsieg gegen den SC Unterpfaffenhofen-Germering stehen Schwibach & Co. zwar weiter auf Rang 2, durch die Niederlage von Spitzenreiter TSV Ismaning haben die Innstädter bei den Minuspunkten aber jetzt schon drei Zähler Vorsprung. „Jetzt noch das Spiel in Herrsching gewinnen, dann war das ein erfolgreiches Jahr 2024 in der Oberliga“, sagt Sportlicher Leiter Julian Henzel.
So kann man’s sehen, denn die Mannschaft des neuen Trainers Senad Jagodic lässt im Match gegen die Gäste aus dem Münchner Westen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer am Ende die Platte als Sieger verlässt. Und das vielleicht für einige Zuseher überraschend mit dem Rückraum-Shooter Jan Josef. Der Tscheche hatte sich zwar beim Gastspiel in Gundelfingen am Knie verletzt, und eigentlich wollte er noch das Ergebnis einer MRT-Untersuchung abwarten, doch am Freitagabend im Training hält das Knie – und am Samstag macht Josef das, was er sportlich am besten kann: beim Handball Tore werfen. Gleich zehn Mal netzte der Halblinke gegen U‘hofen-Germering ein. „Wie der Jan halt so ist“, kommentiert der Sportliche Leiter lapidar.
So bringt Josef seine geliebten Farben auch gleich nach 35 Sekunden in Front – eine Führung die die Oberbayern nach 72 Sekunden noch einmal egalisieren können, doch das war’s dann auch für die restlichen 59 Minuten mit einem Gleichstand auf der Platte. Kontinuierlich zieht der TSV davon. Bis auf sieben Tore bis kurz vor der Pause, als Tobias Plaza zum 19:12 trifft. In die Kabinen geht’s mit einem Sechs-Tore-Vorsprung für den Gastgeber, weil Benno Gnan noch auf 19:13 stellen kann.
Nach dem Wechsel verkürzt Lukas Donaubauer, der beste Werfer auf beiden Seiten an diesem Abend (13 Tore) zwar zunächst auf 19:14, doch danach übernehmen die Innstädter wieder mehr und mehr das Kommando. Nach 15 Minuten reagiert der Gäste-Trainer mit einer Auszeit, das Blatt wendet sich freilich nicht zu ihren Gunsten, denn die Jagodic-Truppe verwaltet ihren Tore-Vorsprung fast nach Belieben. So ist die Messe spätestens sieben Minuten vor Ende gelesen, als Jan Josef zum 34:27 vollendet.
Am Ende gehen die Hausherren verdient mit einem 39:33-Sieg von der Platte und festigen damit ihre Top-Platzierung in der Tabelle. „Das war eine überzeugende Mannschaftsleistung, bei 39 Toren ist die Leistung im Angriff über alle Zweifel erhaben“, lobt Henzel. Und: „In der Abwehr haben wir uns der defensiven Leistung des Gegners angepasst.“ Heißt mit anderen Worten: Da ist noch mehr möglich, einige Schwächen sind noch vorhanden.
Zwar liegt der Bayernliga-Absteiger vom Inn nach diesem siebten Sieg im achten Saisonspiel weiter auf Platz 2, obschon Tabellenführer Ismaning eine herbe 24:31-Niederlage bei der SG Kempten-Kottern kassierte, der TSV hat aber noch zwei Spiele in der Hinterhand und könnte sich mit zwei Siegen souverän on top setzen. „Jetzt warten wir mal die Partie in Herrsching ab, dann können wir bilanzieren“, sagt Henzel. Nach der Leistung vom Samstagabend geht der TSV vom Ammersee in diesem Duell aber wohl nicht als Favorit in die 60 Minuten – sondern der TSV vom Inn.
Für den TSV Simbach spielten
Tor: Moritz Voll (1), Leon Lex; Feld: Fabian Plaza (2), Matthias Schimpf (7), Mark Bäumler, Jonas Hennersberger (2), Tobias Schimpf (6), Jan Josef (10), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (4), Alexander Luger, Marius Schachinger (3), Tobias Plaza (2), Fabian Schwibach (2), David Kopp.
Punkte zum Jahresabschluss auf heimischen Terrain gefordert! - 06.12.2024
In der Richard-Findl-Halle findet heute das letzte Heimspiel der TSV-Herren in diesem Jahr gegen das Team aus Unterpfaffenhofen & Germering statt. Die Gäste aus dem Münchner Westen stehen mit 7:9 aus acht Spielen derzeit auf dem achten Platz der Oberliga-Süd-Tabelle. Simbach rangiert unverändert auf Platz 2 hinter Ismaning.
Zuletzt kreuzten sich die Wege der beiden Teams in der abgebrochenen ersten Corona-Saison 2019/20. Beide Male konnte damals die Heimmannschaft beide Punkte für sich verbuchen. Zuvor belegte der SCUG verschiedene Platzierungen in der Bezirksoberliga (BOL) des Bezirks Alpenvorland, bis 2019 der Aufstieg in die Landesliga gelang. Zwischenzeitlich hat das Team eine weitere Spielrunde in der BOL verdaut, seit dem direkten Wiederaufstieg 2023 finden sich die Mannen um den aktuellen neuen Headcoach Maximilian Dück nun in der Landesliga bzw. seit diesem Jahr in der Oberliga wieder.
Den Auftakt in diese Meisterschaftsrunde 2024/25 gegen HT München II meisterte Unterpfaffenhofen/Germering bravourös, dann folgte eine Negativserie in den nächsten vier Spielen. Erst gegen den personell gebeutelten FC Bayern München gelang die Wende, gefolgt vom ersten Auswärtssieg gegen den Aufsteiger aus Kempten/Kottern und zuletzt einem Unentschieden zu Hause gegen Friedberg. Drei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen stehen für die Gäste derzeit zu Buche.
Die Münchner Vorstädter beendeten die vergangene Saison auf dem achten Platz, knapp vor den Abstiegsrängen. Zudem verabschiedete sich das komplette Trainerteam. Der Kern des Kaders blieb jedoch erhalten und wurde durch die ehemaligen Trainer und neue externe Kräfte sogar noch verstärkt.
Der bisherige Headcoach Pascal Knoller, Co-Trainer Sedric Tafelmeier sowie Spieler-Co-Trainer Lukas Donaubauer wechselten die Seiten und widmen sich nun wieder dem aktiven Geschäft auf dem Spielfeld. Zudem folgte Rückraumspieler Tobias Strutz dem Ruf des neuen Trainers Dück aus Murnau. Auf Pascal Knoller und Sedric Tafelmeier muss die Mannschaft allerdings wieder verzichten. Beide zogen sich im Spiel gegen den FC Bayern München Verletzungen zu, die einen längeren Ausfall zur Folge haben.
Trainer Dück hat sich in Fürstenfeldbruck bereits als Spieler einen Namen gemacht. Bis vor knapp zehn Jahren war er Kapitän der „Brucker“ Drittliga-Handballer. Verletzungsprobleme zwangen ihn, seine aktive Karriere zu beenden, dem Handball blieb er in den folgenden Jahren als Co-Trainer in Allach und anschließend als Trainer seines Heimatvereins in Murnau treu. Als Co-Trainer steht Dück seit dieser Saison der ehemalige SCUG-Spieler Benedikt Schreiner zur Verfügung, der ebenfalls verletzungsbedingt vom Spielfeld auf die Trainerbank wechselte.
In Simbach wurde vor dem spielfreien Wochenende die Pflichtaufgabe beim TV Gundelfingen gemeistert. Nach dem ersten Punktverlust in der spannungsgeladenen Heimpartie gegen die Spielgemeinschaft aus Dietmannsried/Altusried ein Achtungserfolg, um gleich wieder auf die Siegerstraße einzubiegen und den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.
Die TSV-Männer vom Inn um Cheftrainer Senad Jagodic haben damit 13:1 Punkte aus bisher 7 Pflichtspielen auf dem Konto. Der aktuelle Tabellenführer TSV Ismaning hat 16:2 Punkte, aber auch zwei Spiele mehr absolviert. Aktueller Verfolger der Simbacher ist der TSV Haunstetten auf Platz 3 mit 11:5 Punkten und einem Spiel mehr.
Die heutige Partie zwischen dem TSV Simbach und dem SC Unterpfaffenhofen/Germering ist das letzte Heimspiel in diesem Jahr, bevor es am kommenden Wochenende zum letzten Auswärtsspiel im Jahr 2024 zum TSV Herrsching geht. Die Marschroute für die Niederbayern ist klar, auch trotz der verletzungsbedingt unklaren Verfügbarkeit von Top-Scorer Jan Josef für dieses Spiel. Alles andere als ein Heimsieg gegen den SCUG wäre ein Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze. Die Mannschaft und die Verantwortlichen freuen sich auf ein volles Haus und beste Simbacher Fan-Stimmung zum Heimspieljahresabschluss.
Spielbeginn ist am Samstag, 7. Dezember, um 18 Uhr. Der Handballspieltag beginnt mit dem Match der weiblichen D-Jugend in der Bezirksklasse um 12:15 Uhr gegen den VfL Waldkraiburg II. Anschließend bestreiten die Herren II um 14 Uhr ihr Spiel in der Bezirksliga gegen die SpVgg Altenerding II. Die Primetime beginnt um 16 Uhr mit dem Spiel der Damen I in der Oberliga Süd, ebenfalls gegen den SC Unterpfaffenhofen/Germering. Am Sonntag, 8. Dezember, finden keine Spiele auf heimischen Terrain statt.
Die Auswärts-Serie hält - 27.11.2024
Handball-Oberliga: TSV Simbach gewinnt auch sein drittes Match in der Fremde – 37:33 in Gundelfingen
Von Michael Scherer
Letztlich eine klare Kiste: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach bleiben in fremden Hallen weiter ohne Fehl und Tadel, am Sonntag gewann die Mannschaft von Trainer Senad Jagodic beim TV Gundelfingen mit 37:33. „Auch wenn es in der Abwehr wieder nicht gepasst hat, war es eine solide Mannschaftsleistung“, fasste Kapitän Fabian Schwibach zusammen. Diesmal herausragend auf Seiten der Gäste vom Inn: Rechtsaußen Jan Syrinek, der auch aus schier unmöglichem Winkel traf.
Wie eigentlich immer in dieser Saison zeigt sich der Absteiger als Spätstarter, geschlagene zehn Minuten braucht es, bis der TSV-Motor im richtigen Bereich dreht. Allerdings hakt‘s immer wieder in der Defensive, so dass sich der TSV bis zur Halbzeit nur auf drei Tore absetzen kann. Vielleicht ein Grund dafür: Wegen eines wichtigen Termins weilte Coach Senad Jagodic unter der Woche in seiner bosnischen Heimat und wollte erst am Freitag wieder nach Niederbayern zurückkehren. „Doch er steckte im Schnee-Chaos, war 16 Stunden unterwegs“, entschuldigt Schwibach − beim Abschlusstraining fehlte Jagodic so auch.
Nach der Pause zeigt der Gast in Gundelfingen, warum er ganz oben in der Liga steht: Mit Tempo-Handball zieht Simbach schnell auf sechs, später auf sieben und in Minute 45 gar auf acht Treffer davon. Das Ding scheint durch, der Coach wechselt munter durch, die Jungen erhalten ihre Chance. Gut sieben Minuten vor Schluss deutet beim Stand von 27:32 alles auf einen Auswärtssieg hin – doch weit gefehlt. Die Hausherren machen Dampf und rücken Schimpf & Co. bedrohlich nah auf die Pelle. So nimmt Jagodic bei 55:37 Minuten beim Zwischenstand von 30:33 seine zweite Auszeit, stellt neu ein. „Danach ist’s wieder gelaufen“, sagt der Kapitän, der sein Team mit einem eigenen Treffer wieder in die richtige Spur führt. „Wenn der TV noch einmal auf zwei Tore herangekommen wäre, hätte es noch mal kritisch werden können“, sagt Schwibach. Wird es nicht.
Nach 60 Minuten steht ein 33:37 auf der Anzeigetafel – ein klarer Sieg für die Gäste vom Inn. „Wir sind unserer Favoritenrolle eigentlich von Anfang an gerecht geworden“, fasst Schwibach zusammen, der nun nach einem spielfreien Wochenende mit seiner Mannschaft am Samstag, 7. Dezember, in heimischer Halle auf den SC Unterpfaffenhofen-Germering trifft. Ein Sieg sollte da für den Tabellenzweiten machbar sein, der immer noch keine Niederlage verschmerzen musste. Und das soll nach den Worten von Schwibach weiter so bleiben, auch wenn der TSV nach dem Heimspiel zum Handball-Jahresabschluss noch beim TSV Herrsching (Sonntag, 15. Dezember) bestehen muss. Und im neuen Jahr wartet mit dem momentanen Spitzenreiter TSV Ismaning (11. Januar) das nächste Top-Team auf den Bayernliga-Absteiger. „Wir machen deshalb nur eine kurze Pause, die Weihnachtsgans muss in diesem Jahr warten“, sagt der Kapitän einer Mannschaft, die mit dem dritten Auswärtssieg in Serie ihre Ambitionen unterstrichen hat – eine klare Kiste.
Für den TSV Simbach spielten Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner, Matthias Schimpf (6/2), Mark Bäumler, Jonas Hennersberger (4), Tobias Schimpf (6), Jan Josef (4), Janic Katzhuber (1), Jan Syrinek (8), Tobias Deutsch, Marius Schachinger, Tobias Plaza, Fabian Schwibach (8), David Kopp.
Gundelfingen, eine mentale Aufgabe! - 22.11.2024
Die Handballer des TSV Simbach sind am Sonntag beim Aufsteiger in Gundelfingen gefordert. Im Gepäck haben die Innstädter ihren ersten Punktverlust vom vergangenen Wochenende zu Hause gegen die HSG Dietmannsried/Altusried, das Remis gegen die Spielgemeinschaft beförderte den bisherigen Spitzenreiter auf Rang 2 hinter den TSV Ismaning. Liganeuling TV Gundelfingen belegt nach bisher 6 Spielen den 9. Platz.
Die Gärtnerstädter, wie sich die Gundelfinger selbst nennen, haben in der vergangenen Saison die schwäbische Bezirksoberliga mit nur einem Verlustpunkt souverän als Meister verlassen. Nach einer zweijährigen Pause in der Landesliga sind sie damit in dieser Saison wieder in der fünfthöchsten Spielklasse, der inzwischen umbenannten Oberliga, vertreten.
Für den Klassenerhalt in der laufenden Meisterschaftsrunde wurde der Kader verstärkt. Neuzugang Pascal Röhm kommt vom Nachbarn TV Brenz und ergänzt den TVG auf der Kreisläuferposition, mit Marco Krumscheid kehrt ein alter Bekannter nach Gundelfingen zurück, er soll dem Aufsteiger aus dem linken Rückraum Tore bescheren.
Das Team um das Trainertrio Bernd Dunstheimer, Adi Konkel und Nico Ruchti startete wie Simbach mit einem schweren Auftaktprogramm in die Saison. Nach 0:6 Punkten aus den ersten drei Spielen konnten die Mannen um Kapitän Tobias Bauer jedoch überraschend im vierten Spiel gegen den TSV Ismaning die ersten beiden Pluspunkte auf heimischem Boden einfahren. Die anderen beiden Punkte auf der Habenseite verbuchten die Rot-Schwarzen eine Woche später ebenfalls zu Hause gegen den Mitaufsteiger SG Kempten-Kottern.
Simbach traf zuletzt im ersten Corona-Jahr auf den TVG. Gundelfingen war damals Tabellenletzter der Landesliga Südstaffel, die Innstädter Viertletzter, als der Ligabetrieb im März 2020 eingestellt wurde. Aufgrund der damals getroffenen Abstiegsregelung musste keine der beiden Mannschaften die Liga verlassen. Zum Rückspiel zwischen dem TSV und dem TVG kam es aufgrund der Umstände in dieser Spielrunde nicht mehr, das Hinspiel im Dezember 2019 gewannen die Simbacher klar mit 29:21.
In der kommenden Partie sind die Rollen klarer verteilt. Der Tabellenzweite TSV Simbach, der aufgrund der Spielverlegung des FC Bayern München bisher ein Spiel weniger absolviert hat, trifft auf den Tabellenneunten und somit liegt die Favoritenrolle klar bei den Niederbayern. Auf dem Papier scheint die Partie damit bereits entschieden, doch auch Gundelfingen hat gezeigt, dass es ein Ligaschwergewicht wie Ismaning zu Hause in die Knie zwingen kann.
Für Simbach wird es entscheidend sein, die zwei Punkte bis in die Haarspitzen zu wollen, nicht nur um das jüngst unnötige Remis mental zu egalisieren, sondern auch um im Kampf um die Tabellenspitze nicht unter die Räder zu kommen. Dass es sich dabei um ein Sonntagsspiel in der 240 km entfernten Kreissporthalle Gundelfingen um 16.30 Uhr handelt, darf jedenfalls keine Rolle spielen, ist aber ebenfalls „nur“ eine mentale Vorbereitungsaufgabe.
In der Richard-Findl-Halle in Simbach wird zudem an diesem Wochenende Handball gespielt. Am Samstag, 23. November, bestreiten die Herren II in der Bezirksoberliga um 18 Uhr gegen den TSV Rottenburg ihr siebtes Punktspiel. Am Sonntag, 24. November, beginnt der Spieltag mit der weiblichen D-Jugend II um 10.45 Uhr gegen den TV Altötting II. Um 12.30 Uhr spielt dann die männliche C-Jugend in der Oberliga Süd gegen den TSV Ismaning und um 14.30 Uhr beschließen die Damen II in der Bezirksklasse gegen die HSG Bayerwald das Handballwochenende „dahoam“.
Am Ende reicht’s nicht ganz - 21.11.2024
Handball-Oberliga: Simbach gibt gegen Dietmannsried/Altusried den Sieg in letzter Sekunde aus der Hand
Von Michael Scherer
Punkt verloren, weiter ungeschlagen – trotzdem kein gutes Gefühl: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach haben am Samstagabend im Heimspiel gegen Dietmannsried/Altusried in letzter Sekunde noch den Ausgleich zum 27:27 kassiert, die Mannschaft des neuen Trainers Senad Jagodic bleibt aber so weiterhin unbesiegt. „Trotzdem fühlt es sich wie eine Niederlage an“, sagte Fabian Schwibach am Tag danach.
Der TSV-Kapitän wollte den Punktverlust indes nicht den Schiedsrichtern ankreiden, „so selbstkritisch müssen wir sein, denn in der Abwehr haben wir in den 60 Minuten einfach keinen richtigen Zugriff gefunden“. Aber einige Entscheidungen vom Duo Philipp Jordan / Nicolas Walbrunn (HCD Gröbenzell) störten zumindest nachhaltig das Empfinden der Gastgeber.
Vielleicht (spiel-)entscheidend in Minute 59, als Rückraum-Shooter Jan Josef beim Stand von 27:26 zum Wurf abspringt und in der Bewegung von einem Abwehr-Spieler gestört wird. Aber die Pfeifen der Unparteiischen bleiben stumm, Josef scheitert am Torwart. Dies erzürnt Coach Jagodic derart, dass ihm die Schiedsrichter die gelbe Karte zeigen. „Wir wären dann mit zwei Toren weg gewesen und hätten gewonnen“, ist sich Schwibach sicher.
Auch ein Blick in die Siebenmeter-Statistik zeigt ein eindeutiges Bild: Während die Hausherren „nur“ drei Strafwürfe erhalten, dürfen die Schützen aus dem Allgäu gleich acht mal an die Linie. „Ich bin mal gespannt auf den Bericht der Schiedsrichter-Beobachter“, schließt TSV-Kapitän das Thema Schiedsrichter ab.
Denn wie gesagt, Schwibach ärgerte sich auch über die eigene Leistung, vornehmlich in der Abwehr. Der Absteiger wählte wieder einmal die 3-2-1-Variante, „aber die Abstände stimmten einfach nicht“. So konnten sich die Gastgeber zwar nach 15 Minuten mit einem Mini-Vorsprung etwas absetzen und nach 20 gespielten Minuten über das Tor von Jan Josef zum 14:9 freuen, doch bis zur Halbzeit gelang der Jagodic-Truppe kein weiterer Treffer mehr, den Gästen dagegen fünf zum 14:14-Ausgleich.
Nach dem Wechsel zog Matthias Schimpf nicht nur die Fäden im Angriffsspiel, sondern schloss die Spielzüge und Finten auch mit eigenen Treffern ab. Hinten fischte Torhüter Momo Voll einige Bälle weg, „Momo hatte am Samstag einen Sahnetag“, lobte sein Kapitän. Dennoch ging der Gast zehn Minuten vor Schluss erstmals in Führung, die Partie wogte in der Crunch-Time hin und her. Vor allem weil die TSV-Defensive die beiden Rückraum-Werfer Maximilian Schneider (8 Tore ) und Jonas Becker (7) partout nicht stoppen konnte. So blieb’s bis zum Schluss spannend und Robin Häufele entriss dem TSV Simbach in allerletzter Sekunde noch den Sieg.
Für den TSV Simbach spielten Tor: Moritz Voll (1), Leon Lex; Feld: Matthias Schimpf (6), Mark Bäumler, Jonas Hennersberger (3), Tobias Schimpf (4), Jan Josef (7/2), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (4), Alexander Schreiner, Alexander Luger, Bent Voll, Tobias Plaza (1), Fabian Schwibach (1), David Kopp
Schwere Hausaufgaben für den TSV - 15.11.2024
Zum dritten Heimspiel der noch jungen Saison dürfen die Oberliga-Herren des TSV Simbach die HSG Dietmannsried/Altusried in der Richard-Findl-Halle begrüßen. Während die Schützlinge von Trainer Senad Jagodic weiterhin verlustpunktfrei an der Tabellenspitze stehen, verläuft die Saison der HSG noch nicht ganz nach den Vorstellungen der Allgäuer. Rang 5 und ein ausgeglichenes Punktekonto steht nach der nun zur Hälfte absolvierten Hinrunde zu Buche, etwas weniger als man vor Saisonbeginn erwarten durfte und sich vermutlich auch in der Gemeinde im Oberallgäu ausgerechnet hatte. Mit zahlreichen Verstärkungen vor Saisonbeginn sahen einige in einem der Oberliga-Topteams der vergangenen Jahre einen ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten. Bereits vor zwei Jahren, als die Spielgemeinschaft als eine von nur zwei Mannschaften für einen Minuspunkt in der ansonsten makellosen Saison der Innstädter sorgte, klopfte Dietmannsried an der Regionalliga (damals noch „Bayernliga“) an, verzichtete dann aber trotz Vizemeisterschaft auf die Relegation um den Aufstieg. Mit nun breiterem Kader wäre dieses Unterfangen in der jetzigen Saison wohl angreifbar. Der etwas missglückte Saisonstart bringt jedoch bereits jetzt eine Hypothek von vier Punkten auf die begehrten Topplatzierungen. Mit einer Niederlage in Simbach würde diese sogar auf sechs Punkte anwachsen, es sei denn die Konkurrenten aus Ismaning und Ottobeuren trennen sich im Topspiel des Spieltages unentschieden.
Der Spielplan meinte es sicher nicht gut mit den Allgäuern, in den ersten Saisonspielen traf man auf die Topteams der Liga aus Ismaning, Haunstetten und Ottobeuren. Für ein mit vielen Neuzugängen noch nicht perfekt eingespieltes Team eine schwere Aufgabe, die mit lediglich einem von sechs möglichen Punkten absolviert wurde. Gerade die Niederlage im Derby gegen Ottobeuren nach zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung schmerzte sehr. Dass die Mannschaft von Patrick Haas allerdings in der Lage war gegen den Tabellenzweiten eine solche Führung herauszuspielen, sollte dabei als Beleg für die Qualität des Teams und entsprechend als Warnung für Simbachs Herren genommen werden. Vor allem Johannes Theurer, welcher von Ligakonkurrent FC Bayern München nach Dietmannsried wechselte, zeigt sich bisher besonders gefährlich und netzt im Schnitt über sechs Mal pro Partie ein. Er bildet gemeinsam mit dem ehemaligen Drittliga-Spielmacher Christian Haller und Dauerbrenner Maximilian Schneider eine der wohl stärksten Rückraumachsen der gesamten Liga. Gerade Schneider zeigte sich nach überstandener Krankheit am vergangenen Samstag in hervorragender Form, netzte acht Mal ein und sicherte der HSG im eigentlich schon verlorenen Heimspiel gegen Friedberg mit zwei Treffern in den Schlusssekunden noch einen Punkt.
Die Innstädter konnten vergangenes Wochenende nicht wirklich überzeugen und zogen beim 29:26-Erfolg bei der Zweitvertretung des HT München in den finalen Minuten gerade nochmal den Kopf aus der Schlinge, nachdem zuvor eine sichere Führung verspielt wurde. Eine Schwächephase wie in der zweiten Hälfte in München darf sich gegen die Allgäuer nicht geleistet werden, sonst könnte die bisher weiße Simbacher Weste schnell Flecken bekommen. Mit voller Konzentration über die kompletten 60 Minuten sollte sich der kleine Fast-Ausrutscher der Vorwoche auf heimischen Boden aber nicht wiederholen.
Freuen können sich die Zuschauer am Samstag um 18:00 in jedem Fall auf eine temporeiche und intensive Partie zweier Oberliga-Topteams. Auch sonst ist am Samstag in der Richard-FIndl-Halle viel geboten. Bereits um 12:15 startet die männliche D-Jugend den großen Heimspieltag mit dem Derby gegen den TV Eggenfelden. Um 14:00 tritt die weibliche A-Jugend in der Oberliga gegen die SG Kempten-Kottern an, ehe die Damen um 16:00, ebenfalls in der Oberliga, gegen den HC Donau/Paar ihre Heimserie aufrechterhalten wollen. Nach dem Spiel der ersten Herrenmannschaft tritt um 20:00 noch die zweite Damenmannschaft gegen den TV Landau an, um den langen Handball-Samstag zu beschließen.
Momo Voll rettet den Sieg ins Ziel - 12.11.2024
Handball-Oberliga: Simbacher Torwart Garant für den 29:26-Sieg bei HT München II
Von Michael Scherer
Unterhaching. Ende gut, alles gut: Die Handballer des TSV Simbach haben in der Oberliga auch ihr fünftes Spiel gewonnen, nach 60 Minuten in der Hachinga-Halle gegen den HT München II hieß es am Samstagabend 29:26 für die Innstädter, die damit unter ihrem neuen Trainer Senad Jagodic weiter mit weißer Weste an der Tabellenspitze stehen. Allerdings hätte der Bayernliga-Absteiger in den letzten Minuten fast noch einen scheinbar komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung verspielt, doch Torwart Momo Voll hält in den Schlussminuten einen entscheidenden Ball – und rettet damit den Sieg ins Ziel.
„Wie auch in den vergangenen Spielen haben wir auch dieses Mal wieder nicht über 60 Minuten unser volles Leistungspotenzial abrufen können“, tadelt Sportlicher Leiter Julian Henzel. „Da ist noch Luft nach oben und gegen Dietmannsried/Altusried müssen wir am kommenden Wochenende eine Schippe drauflegen.“
Die Partie bei der Zweitvertretung des Regionalligisten beginnt zäh. „Wir sind nicht gut reingekommen“, beschreibt Henzel. Zehn Minuten dauert es, bis sich die Jagodic-Truppe gegen eine junge Mannschaft so richtig in Szene setzen kann. Die Gastgeber setzen in der Defensive ebenso wie der TSV auf eine 3-2-1-Formation und versuchen, mit schnellem Handball zum Erfolg zu kommen. Das gelingt ihnen anfangs der Partie, erst nach gut zehn Minuten übernehmen die Simbacher die Regie. Und sie ziehen bis zur Halbzeit stetig davon, 13:9 heißt es nach 30 Minuten – ein für die TSV-Handballer seltener Pausenstand, da sie meist mehr Treffer erzielen und auch hinten mehr kassieren – da trägt das zusätzliche Defensiv-Training in der zweiwöchigen Spielpause offenbar erste Früchte. Und vorne? Da zeigt insbesondere Tobias Schimpf mit gelungenen Aktionen in der 2. Welle seine Klasse.
In Hälfte 2 machen die Handballer vom Inn da weiter, wo sie in der 1. Halbzeit aufgehört haben. Vorne treffen die Gebrüder Schimpf in schöner Regelmäßigkeit, auch David Kopp, Jan Syrinek oder Tobias Plaza tragen sich in die Torschützenliste ein. Alles deutet auf einen klaren Auswärtserfolg hin, denn der TSV führt in Minute 49 mit 25:19. Doch der Schein trügt. „Da war ein kompletter Bruch in unserem Spiel“, analysiert der Sportliche Leiter, der sich nicht erklären kann, warum plötzlich nichts mehr klappt. Technische Fehler reihen sich aneinander, bei drei Tempo-Gegenstößen findet der Ball nicht den Weg ins gegnerische Netz, hinzu kommen Fehler in der Abwehr.
Die junge HT-Truppe holt Tor für Tor auf, viereinhalb Minuten vor Schluss trifft Ole Kriesmann zum 26:26. Und was passiert beim nächsten Angriff: Für den TSV verwirft Matthias Schimpf einen Siebenmeter, die Simbacher sehen ihre Felle davon schwimmen.
Die Gastgeber schicken sich an, sogar in Führung zu gehen, doch ein TSV-Akteur stellt sich ihnen in den Weg: Momo Voll. Der Torwart, der schon in Halbzeit 1 mehrmals von außen glänzend pariert hat, hält in diesem Moment einen Wurf von der Seite – und rettet damit seiner Mannschaft den Sieg ins Ziel. Fabian Schwibach, Tobias Schimpf und Jan Josef veredeln Volls Parade am Ende clever zum 29:26-Erfolg, Voll muss in den verbleibenden Minuten kein einziges Mal mehr hinter sich greifen. „Eine starke Leistung“, lobt Henzel die Taten des jungen Schlussmanns. Und: „Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es in den letzen Minuten war“, fasst Henzel zusammen, aber: Ende gut, alles gut.
Für den TSV Simbach spielten Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner, Matthias Schimpf (6), Mark Bäumler, Tobias Schimpf (6), Jan Josef (6/1), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (4), Tobias Deutsch, Bent Voll, Marius Schachinger, Tobias Plaza (2), Fabian Schwibach (2), David Kopp (3).
TSV will Spitzenposition verteidigen - 09.11.2024
Nach zweiwöchiger Pause im Spielbetreib der Handball Oberliga heißt es für den TSV Simbach wieder die Position als aktueller Ligaprimus zu verteidigen. Nach dem Sieg in Friedberg, auf den letzten Metern der Spielzeit, reisen die Innstädter erneut in die Ferne um Punkte. Der bevorstehende Gegner heißt HT München II und steht mit 2:8 Punkt auf dem drittletzten Platz.
Die Spielvereinigung aus Unterhaching und Taufkirchen ist seit dieser Saison wieder in der Oberliga. Das Team um den Trainer Philip Ball hat den direkten Wiederaufstieg in der letzten Spielrunde geschafft, nachdem sie neben sechs weiteren Absteigern 2022/23 den Gang in die oberbayrische Bezirksoberliga antreten mussten.
Der Auftakt in diese Meisterschaftsrunde verlief für die Reserve des aus der 3. Liga abgestiegenen Regionalliga-Teams alles andere als geplant. Trotz der Wiederaufstiegseuphorie aus der Vorsaison, der dadurch selbst attestierten mannschaftsbildenden Wirkung auf das Team und dem Kredo des Trainers Ball für diese Saison: „Erste Aufgabe ist der Klassenerhalt. In der Bezirksoberliga wollen wir nie mehr spielen.“, ging das erste Spiel, nach zwischenzeitlichem Rückstand von 9 Toren, mit 27:33 gegen die SC Unterpfaffenhofen /Germering, noch glimpflich aber dennoch mit einer Niederlage aus.
Nach dem ersten Sieg der Münchner Vorstädter im zweiten Spiel gegen die SG Kempten-Kottern folgte jedoch unmittelbar die bisher anhaltende Pleiteserie, u.a. verloren die Mannen aus dem Hachinger Tal beide Partien zuhause gegen Ismaning und Herrsching, beides Teams, die sich inzwischen in der oberen Tabellenhälfte eingeordnet haben.
Die bisherigen Spielverläufe des bevorstehenden Ligarivalen des TSV Simbach zeigen aber auch positive Aspekte. Zum ersten präsentiert sich das junge Team hochmotiviert, zum Zweiten zeigen die „Ball-Youngsters“ eine nicht aufgeben Mentalität als Mannschaft, speziell in den zweiten Spielhälften stemmen sie sich energisch gegen drohenden Punkteverlust. Die dritte Komponente ist die individuelle Klasse des Rückraummitte-Spielers Daniel Batzer. Er wechselte 2023 vom TSV Sauerlach zur HT, er zieht die Fäden im Spielaufbau und ist auch der erfolgreichste Torschütze im Team.
Das Simbacher Team um Trainer Senad Jagodic hat die Spielfreie Zeit genutzt um das Training zu intensivieren. Neben den regulären Übungseinheiten kamen pro Woche jeweils 2 Übungsstunden hinzu in denen hauptsächlich wieder die Defensivarbeit auf dem Programm stand. Gegen HT-München II ist neben dem pausierenden Keeper Stefan Babisch und dem beruflich verhinderten Jonas Hennersberger die volle Kapelle am Start. Auch Marius Schachinger wird nach seinem Nasenbeinbruch aus dem Ligaauftakt im freitäglichen Abschlusstraining testen, sein Wiedereinstieg in den Spielbetrieb ist daher nicht auszuschließen.
Spielbeginn ist am Samstag, den 9. November um 16 Uhr in der „Hachinga-Halle“ and der Grünauer Allee 6 in Unterhaching.
In der Simbacher Richard-Findl-Halle bestreitet am Sonntag, den 10. November die weibliche E-Jugend ihren Spieltag, Beginn ist um 10 Uhr gegen die Teams aus Burghausen, Wartenberg und Altötting.
Ein Sieg für den Kopf - 23.10.2024
Handball-Oberliga: TSV Simbach gewinnt viertes Spiel in Folge – und dreht dabei einen Rückstand
Von Michael Scherer
Viertes Spiel, vierter Sieg, weiterhin Spitzenreiter: Der TSV Simbach bleibt nach dem Bayernliga-Abstieg unter seinem neuen Trainer Senad Jagodic in der Handball-Oberliga weiter ungeschlagen, gewann beim TSV Friedberg durch ein 30:28 auch sein zweites Auswärtsspiel. „Es war aber wieder ein typisches Sonntagsspiel von uns“, sagte Sportlicher Leiter Julian Henzel nach einem über weite Strecken dürftigen Auftritt. „Das war lange nicht das Gelbe vom Ei, aber gewonnen ist gewonnen, zwei Punkte sind zwei Punkte.“
Trainer Jagodic stellte einen weiteren positiven Aspekt in seiner Analyse in den Vordergrund: „Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben, dieser Sieg ist wichtig für den Kopf“, sagte der Übungsleiter, der mitansehen musste, wie die Seinen in Minute 40 schon mit 15:21 hinten lagen, die Partie am Ende aber doch noch zu ihren Gunsten drehten.
Schon in der 1. Hälfte gerieten die Simbacher schnell ins Hintertreffen – und bis auf eine Führung der Gäste (6:5 in der 18. Minute) liefen Josef, Schwibach, Schimpf & Co. immer hinterher. Verantwortlich dafür waren auch Probleme mit dem Spielgerät. „Das war nicht der beste Ball“, sagte Sportchef Henzel über die Kugel, mit der aber auch die Gastgeber aus Friedberg zu kämpfen hatten. Reihenweise technische Fehler hüben wie drüben schlichen sich beim Aufbauspiel der Hausherren und der Innstädter ein, so fielen zur Halbzeit nur 25 Treffer – das kennt man so nicht bei den Spielen mit Beteiligung des TSV.
Dass die Friedberger da mit 14:11 führten, lag auch an der im Vergleich zur Vorwoche miserablen Treffer-Quote von Jan Josef, als er mit 13 Toren zum Mann des Abends avancierte. Dem Rückraum-Schützen gelang in den ersten 30 Minuten in Friedberg gerade einmal ein Törchen, vom Siebenmeter-Punkt. „Unsere beiden Tschechen sind nach dem Freitags-Training wieder nach Hause nach Prag gefahren und dann am Sonntag nach Friedberg gereist – das ist sicher nicht die optimale Vorbereitung“, entschuldigte Julian Henzel. Am Ende standen für den Halb-Linken gerade einmal vier Tore zu Buche, der damit Platz 1 in der Liga-Torjägerliste an Simon Bareth von der SG Kottern-Kempten abtreten musste. Bei Jan Syrinek fiel die Distanz zum Ergebnis vor Wochenfrist nicht ganz so krass aus, der Rechtsaußen war immerhin viermal erfolgreich (Vorwoche: 6 Tore).
Doch von allen negativen Einflüssen ließen sich die Gäste ab Minute 40 nicht mehr beirren, da ging ein Ruck durchs Team. Verantwortlich dafür auch: Torwart Leon Lex raubte den Gastgebern mit insgesamt vier gehaltenen Siebenmetern den Nerv und auch Stamm-Goalie Moritz Voll war mit einem Mal präsent, parierte einige Bälle von außen prächtig. „Da bekommt eine Mannschaft den zweiten Wind, wenn sie weiß, hinten steht einer, der auch mal einen wegnimmt“, beschrieb der Sportliche Leiter das Erfolgsrezept.
Zudem stellte Trainer Jagodic von einer offensiven 3-2-1-Deckung auf eine 6:0-Formation um, wodurch die gegnerischen Werfer nicht mehr leicht zu einfachen Torabschlüssen kamen. Summa summarum holte der TSV peu à peu auf und ging gut acht Minuten vor Schluss wieder in Führung. Und diese gab das Jagodic-Team nicht mehr ab, gewann am Ende mit 30:28. „Dieses Spiel hätten wir früher verloren – aber es läuft derzeit“, fasste Henzel zusammen. Viertes Spiel, vierter Sieg – im Moment können in der Handball-Oberliga nur der TSV Ismaning und der TSV Ottobeuren mit den Innstädtern Schritt halten.
Für den TSV Simbach spielten:
Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Fabian Plaza, Matthias Schimpf (6), Mark Bäumler, Jonas Hennersberger (6), Tobias Schimpf (3), Jan Josef (4/1), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (4), Kilian Oberlechner, Bent Voll, Tobias Plaza, Fabian Schwibach (7)
Neuauflage eines Klassikers in Friedberg - 18.10.2024
Am fünften Spieltag der Handball-Oberliga Süd reist der TSV Simbach zum TSV Friedberg und bestreitet sein viertes Spiel in der noch jungen Saison. Die Herzogstädter stehen im Mittelfeld der Tabelle auf Platz 6, Simbach konnte durch den Heimsieg gegen die SG Kempten-Kottern am vergangenen Wochenende mit 6:0 Punkten die Tabellenführung erobern.
Mit dem Spiel gegen die Augsburger Vorstädter wird ein Klassiker aus lang vergangenen Zeiten erneut aus der Taufe gehoben. Zwar trafen die Innstädter in den vergangenen Jahren immer wieder auf Friedberg, doch das letzte Aufeinandertreffen der beiden ersten Herrenmannschaften liegt gut über 11 Jahre zurück.
Friedberg hat um diese Zeit auch den Sprung in die 3. Liga geschafft und etablierte sich dort über mehrere Jahre. Auch der Aufstieg in die 2. Bundesliga war zum Greifen nahe, scheiterte aber damals am Etat. Der Abstieg aus der 3. Liga wurde 2015 besiegelt.
In der vergangenen Saison 23/24 verpassten die beiden Traditionsmannschaften das Aufeinandertreffen in der Bayernliga, da sich Friedberg zuvor, neben fünf weiteren Absteigern, aus dem bayerischen Oberhaus verabschieden musste. Und auch auf dem Weg zur aktuellen Spielrunde hat sich beim kommenden Simbacher Gegner einiges getan.
Udo Mesch verabschiedete sich von der Trainerbank und machte den Weg frei für eine Wunschbesetzung. Neuer Cheftrainer ist der ehemalige Friedberger Stefan Knittl, der nach vielen Jahren als Spieler seinem Verein etwas zurückgeben möchte. Zuletzt war er als Spielertrainer in Aichach tätig. Unterstützt wird er von Johannes „Jo“ Luderschmid, der 2021 noch als Spieler den TuS Fürstenfeldbruck in der 2. Bundesliga unterstützte.
Hochkarätige Abgänge gab es nach der vergangenen Saison auch bei den Schwaben zu verzeichnen. Mit Alex Prechtl und Laurin Günther wechselten zwei Leistungsträger nach Günzburg bzw. Fürstenfeldbruck. Der Kader blieb aber weitgehend zusammen und wurde durch Neuzugänge ergänzt.
Der letztjährige Torschützenkönig der BOL, Felix Heger aus Kissing, verstärkt Friedberg auf der Außenbahn. Zudem stehen dem neuen Trainerteam mit Tim Porterfield, Fabian Abstreiter und Max Maas drei erfahrene Rückkehrer zur Verfügung. Ergänzt wird der Kader durch Talente aus der A-Jugend.
Für Simbach wird die Partie alles andere als ein Selbstläufer. Der kommende Gegner ist zwar mit zwei Siegen und zwei Niederlagen durchwachsen in die Saison gestartet, glänzte aber in den letzten drei Spielen mit einer Torausbeute von teilweise deutlich über 30 Treffern in den eigenen Reihen. Entscheidend wird für die Mannen vom Inn wird die mentale Einstellung sein. Insbesondere bei diesem Sonntagsspiel um 16:30 Uhr dürfen weder Tag noch Uhrzeit in den Köpfen eine Rolle spielen, um auch diesmal der Favoritenrolle gerecht zu werden.
Jan Josef surft die 2. Welle - 16.10.2024
Handball-Oberliga: Tscheche überragt beim 41:27-Sieg des TSV Simbach gegen die SG Kempten-Kottern
Von Michael Scherer
Drittes Spiel, dritter Sieg, Spitzenreiter: Der TSV Simbach hat sich nach dem Bayernliga-Abstieg unter seinem neuen Trainer Senad Jagodic prima in der Oberliga akklimatisiert und beeindruckte beim klaren 41:27-Heimsieg gegen die SG Kempten-Kottern mit Tempo, Toren und Talenten.
Und die Innstädter gönnten sich dabei sogar den Luxus, ihren angeschlagenen Kapitän Fabian Schwibach 60 Minuten lang zu schonen, denn ein Handballer überragte am Samstagabend alle: Jan Jonas. Der Tscheche in Diensten des TSV erzielte allein in der 1. Hälfte 11 seiner insgesamt 13 Treffer des Abends. Dabei imponierte er vor allem mit erfolgreichen Abschlüssen nach Tempo-Gegenstößen, im Fach-Jargon 2. Welle genannt. „Seine Leistung war echt Wahnsinn“, lobte der sportliche Leiter Julian Henzel. Aber nicht nur Josef überzeugte die heimischen Fans in der Richard-Findl-Halle.
Allerdings ging’s erst schleppend los für die Gastgeber. „Am Anfang war das Spiel noch sehr ausgeglichen“, sagte Henzel, dabei ging’s immer wieder schnell von hüben nach drüben. „Die Kemptener haben eine sehr junge Truppe, die viel Tempo macht – das war ganz ansehnlich für die Zuschauer.“ Allerdings vermochte es die TSV-Defensive in den ersten zehn Minuten nicht, den gegnerischen Werfern Einhalt zu gebieten. „Da hatten wir in der Abwehr noch Probleme beim Zugriff.“ Doch etwa ab Minute 15 zündeten Josef & Co. den Turbo und schwuppdiwupp setzte sich die Jagodic-Truppe auf fünf Tore ab und baute den Vorsprung auf komfortable neun Treffer zur Halbzeit aus.
Nach dem Wechsel brauchte der TSV-Motor auch einige Minuten, bis das Aggregat wieder auf vollen Touren drehte. „Da hatten wir nochmal einen kleinen Schlendrian drin“, gestand der sportliche Leiter. Die Gefahr, dass dem Heimteam das Spiel entgleitet, bestand indes zu keinem Zeitpunkt. Denn: Die Innstädter punkteten weiter mit Tempo und Gegenstößen. Zur Schlusssirene hieß es 41:27 – also ein Erfolg mit 14 Toren Unterschied. „Am Ende war es ein überzeugender Sieg“, fasste Julian Henzel vom TSV zusammen, bei dem Mark Bäumler und David Kopp als Kreisläufer agierten und auch die „Jungen“ wie Janic Katzhuber, Tobi Plaza oder Bent Voll und Calvin Bründl ihre Spielanteile erhielten.
„Bis jetzt hätte es nicht besser laufen können“, sagt Sportchef Henzel zum bisherigen Saisonverlauf, „6:0 Punkte, da kann man nicht meckern.“
Für den TSV Simbach spielten Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Timo Brunnenkann, Matthias Schimpf (3), Calvin Bründl, Mark Bäumler (2), Jonas Hennersberger (2), Tobias Schimpf (6), Jan Josef (13/7), Janic Katzhuber (4), Jan Syrinek (6), Bent Voll, Tobias Plaza (3), Fabian Schwibach, David Kopp (1)
Aufsteiger will Erfolg gegen Absteiger! - 11.10.2024
In der Handball Oberliga Süd empfängt der TSV Simbach die SG Kempten-Kottern. Die Allgäuer rangieren nach dem dritten Spieltag auf Platz 8, die Innstädter rutschten durch die Spielabsage des FC Bayern München am vergangenen Wochenende auf Platz 3 der noch jungen Saison ab.
Die Gäste, gut 50 Kilometer vom Bodensee entfernt, schafften in der vergangenen Saison mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten den direkten Aufstieg aus dem Bezirk Alpenvorland und sind nach dem Abstieg aus der früher genannten Landesliga in der Saison 2017/18 erstmals wieder in der fünfthöchsten Spielklasse vertreten.
In der Abstiegssaison der SG’ler trafen die beiden Teams vor sechs Jahren auch zum letzten Mal aufeinander. Hin- und Rückspiel konnten damals die Simbacher für sich entscheiden, wobei das Heimspiel mit 29:27 deutlich knapper ausfiel als die Partie in Kempten.
Für die Blau-Roten gehört die letztjährige Meisterschaft in der Bezirksoberliga und der damit verbundene Aufstieg mittlerweile der Vergangenheit an. Der Start in der neuen Spielklasse Oberliga begann mit zwei Auswärtsniederlagen gegen den FC Bayern München und die Männer vom Hachinger Tal (HT München II). Den ersten Rückenwind holten sich die Kemptener zuletzt gegen den TSV Friedberg in der heimischen Westendhalle.
Das sportliche Ziel der SG Kempten-Kottern ist, wie für einen Aufsteiger nicht unüblich, der Klassenerhalt. Dies soll nach eigener Aussage „mit viel Spielwitz, Kampfgeist, Geschwindikeit und Risikobereitschaft gelingen“. Spielerisch liegt der Fokus auf schnellen Angriffen und einer ballorientierten Abwehr in einer überwiegend 3:2:1-Formation.
Drastische Veränderungen im Kader von der letzten zu dieser Saison gab es bei den Illerstädtern nicht. Verabschiedet wurden die „Urgesteine“ Phillipp Schneider und Stefan Bielmeier sowie studienbedingt Linksaußen Franz Schröder. Verstärkung von außen gab es nur in Form des Comebacks von Rechtsaußen Alexander Stadler vom TV Waltenhofen. Daneben setzt man im Lager der SG weiterhin auf den Nachwuchs einer guten A-Jugend. Nach kurzem Zögern verlängerte auch Trainer Felix Hofele, der zusammen mit dem ehemaligen Kemptener Landesliga-Mittelmann und Kapitän Steffen Mazur das primäre Trainergespann bildet.
Die auffälligsten Akteure im Team der SG’ler sind bisweilen, und insb. seit dem jüngsten Sieg zuhause gegen Friedberg, ein wiederkehrend gut aufgelegter Max Beutelrock (#60) zwischen den Pfosten, sowie im Angriff Simon Bareth (#3), der sowohl die Nahtstellen in der gegnerischen Abwehr geschickt nutzt als auch ein gutes Auge für seine Mitspieler zeigt, um zählbares zu generieren.
Ob das nach Angaben der SG Kempten-Kottern viel gelobte Potenzial der Allgäuer Mannschaft mit dem vergleichsweise niedrigen Altersdurchschnitt ausreicht, um gegen den Bayernliga-Absteiger TSV Simbach erfolgreich zu sein, bleibt abzuwarten. Bisher konnten die Blau-Roten vor allem in der Anfangsphase überzeugen, ließen aber mit zunehmender Spieldauer in Sachen Abstimmung und Konzentration nach. Mit den Innstädtern steht den Kemptenern diesmal ein eingespieltes Team mit einer noch besseren Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern gegenüber, das zuletzt gegen Ottobeuren auch ohne vier Stammspieler die weiße Weste behielt. Zumindest auf dem Papier liegt die Favoritenrolle also klar bei den Männern vom grünen Inn.
Spielbeginn ist am Samstag, 12. Oktober, um 18 Uhr in der heimischen Richard-Findl-Halle. Den Anfang macht die männliche D-Jugend um 12.15 Uhr gegen den TSV Taufkirchen/Vils. Im Anschluss um 14 Uhr spielen die Damen 2 in der Bezirksklasse gegen die SSG Metten 2 und unmittelbar vor dem Spiel der Herren 1 empfängt die 1. Damenmannschaft in der Oberliga Süd um 16 Uhr den TSV Aichach.
„Es macht einfach Spaß“
Handball-Oberliga: TSV Simbach feiert im zweiten Spiel den zweiten Sieg - 02.10.2024
Zweites Spiel, zweiter Sieg, Platz 2 in der Liga: Die Oberliga-Handballer des TSV Simbach haben am Samstagabend ihr erstes Heimspiel in der neuen Saison gegen den Vorjahreszweiten TSV Ottobeuren mit 30:27 gewonnen. Wie schon vor Wochenfrist beim Sieg in Haunstetten behielt das Team auch vor den heimischen Fans in den entscheidenden Momenten Übersicht und Klarheit.
„Ich bin zufrieden“, sagte der neue Trainer Senad Jagodic nach den 60 Minuten in der Richard-Findl-Halle, „allerdings gilt der volle Fokus schon jetzt der nächsten Partie.“ Da müssen die Handballer vom Inn zum vermeintlichen Außenseiter FC Bayern München und „diese Partie ist ganz wichtig, was die Einstellung im Kopf betrifft“.
„Mental“ muss der Bayernliga-Absteiger vor dem Match gegen „Otto“ zwei Rückschläge hinnehmen: Neben Marius Schachinger, der die erste Partie in Haunstetten mit einem Nasenbeinbruch beenden musste, fehlen auch der verletzte Jan Syrinek und der beruflich verhinderte Jonas Hennersberger. Doch den TSV ficht das zunächst nicht an: Die „Altvorderen“ Matthias Schimpf, Fabian Schwibach und Jan Josef werfen ein 3:0 auf die Anzeigetafel. Die bayerischen Schwaben machen zwar mit auf der Platte, bis zur Halbzeit bleibt’s indes beim Vorsprung des TSV. Jan Josef, der an diesem Abend mit elf Toren erfolgreichste Werfer der Simbacher, stellt mit seinem bis dahin sechsten Tor auf 13:11, damit geht’s in die Halbzeit.
In Abschnitt 2 schenken sich beide Mannschaften weiter nichts, der Gast bleibt dem Hausherr auf den Fersen. Grund dafür: „Wir waren in der Abwehr nicht so sattelfest, wie wir es gerne gesehen hätten“, erklärt Kapitän Fabian Schwibach. Allerdings: Gerade in der Defensive fehlen in der Reihe vor Torwart Moritz Voll die beiden Abwehr-Spezialisten Hennersberger und Syrinek. „Beide sind nur schwer zu ersetzen – wir hoffen, dass sie im nächsten Spiel wieder dabei sind“, entschuldigt Schwibach.
Die Chemie stimmt trotzdem im Simbacher Abwehr-Verbund, „die jungen haben das toll kompensiert“, lobt der Kapitän seine weniger erfahrenen Nebenleute. So liegt der Gastgeber auch nach zehn Minuten im zweiten Teil noch vorne, ehe Trainer Jagodic vom Schiri-Gespann Patrick Herz und Michael Thurner verwarnt wird. Jetzt kocht’s etwas auf der Platte, Ottobeuren egalisiert zum 21:21 (45:07) – doch der „Dampf“ einer möglichen Niederlage verweht schnell, weil vor allem Jan Josef jetzt beständig ins Schwarze trifft, Matthias Schimpf und Tobias Plaza sehr griffig agieren. „Natürlich hatte Jan einen guten Tag, aber wir sind schwer auszurechnen, weil die anderen auch treffen“, sagt Schwibach.
Und so bringt sein Team den doppelten Punktgewinn letztlich souverän mit einem 30:27 nach Hause. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein verdienter Sieg“, fasst der Kapitän zusammen, „wenngleich wir uns im Angriff schwerer getan haben als gedacht.“ Darunter leidet er selber als Kreisläufer auch, nur ein Treffer steht nach 60 Minuten für den Rechtshänder zu Buche – eher untypisch für Schwibachsche Verhältnisse. „Egal, solange wir gewinnen, ist meine Trefferzahl unwichtig.“
Zwar ist beim TSV noch nicht alles Gold, was glänzt, aber die Mannschaft mit den vielen jungen Nachwuchs-Kräften hat nach einer Bayernliga-Saison voller Frust-Momente offenbar die Freude an Spiel und Sport zurückgewonnen. „Es macht einfach Spaß“, sagt denn auch Kapitän Fabian Schwibach. Logo, nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel und Platz 2 in der Oberliga Süd.
TSV-Herren geben den „Auftakt dahoam“ - 27. 09.2024
Das lange Warten hat ein Ende, in der Simbacher Richard-Findl-Halle wird in der neuen Saison 2024/25 erstmals wieder Handball gespielt. In der neu getauften Oberliga Staffel Süd (ehemals Landesliga Süd) stehen sich am zweiten Spieltag der noch jungen Meisterschaftsrunde der TSV Simbach und der TSV Ottobeuren gegenüber.
Neue Saison, neuer Trainer, neuer Liganame und ein fast neues Gefühl für die Herren 1 des TSV, die mit einem Sieg aus dem letzten und ersten Ligaspiel am vergangenen Wochenende in Haunstetten auf ihr erstes Heimspiel brennen. Die Simbacher Fans werden eine nahezu unveränderte Mannschaft der letztjährigen Bayernliga auf dem Parkett sehen, allerdings mit einem deutlich stärkeren Fokus auf die jungen Spieler.
Mit dem TSV Ottobeuren kommt ein langjähriger Ligarivale aus vergangenen Tagen in die Innstadt. Daniel Berkessel leitet nach wie vor gemeinsam mit Achim Kuda die Geschicke der Schwaben. In der vergangenen Saison verpasste das Trainergespann mit seiner Mannschaft nur knapp den Aufstieg in die höchste bayerische Spielklasse, in der Relegation gegen den TV Roßtal aus der Landesliga Nordstaffel musste man sich in Hin- und Rückspiel geschlagen geben.
Strippenzieher" im Ottobeurer Angriff ist Philip Eßlinger (#36). Er führte in der vergangenen Spielrunde die mannschaftsinterne Torschützenliste an und hat auch im ersten Heimspiel der neuen Saison gegen Friedberg seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt. Einen guten Einstand feierte auch der Neuzugang der Gäste. Der 21-jährige Félix Füry (#31) kommt aus der U21-Mannschaft von Veszprém, ist gut 1,90 Meter groß und verstärkt sein Team auf der rechten Außenposition. Neben Torhüter Dani Laszlo ist er der zweite Ungar im Team.
Für Simbach ist das Spiel, so frisch und jung die Saison auch ist, bereits eine Standortbestimmung in der Liga. Das Auftaktprogramm mit Haunstetten und nun Ottobeuren ist keine leichte Aufgabe für den neuen TSV-Trainer Senad Jagodic. Der erste Prüfstein ist bereits gemeistert, mit dem TSVO kommt nun eine hungrige Mannschaft nach Niederbayern, die nach der verpassten Chance im letzten Jahr einen neuen Anlauf für die Regionalliga (ehemals Bayernliga) unternimmt und mit dem Kader auch Titelambitionen anmeldet.
Der Blick zurück in die Handballgeschichte zwischen dem TSV Simbach und dem TSV Ottobeuren verspricht zum „Auftakt dahoam" nicht nur ein Spiel auf Augenhöhe, sondern auch einen energischen Kampf um jeden Zentimeter Hallenboden und um Punkte. Verantwortliche, Trainer und Mannschaft der Simbacher brennen nicht nur auf das erste Heimspiel, sondern freuen sich auch auf gut gefüllte Ränge beim traditionell heißen Tanz um Punkte in dieser speziellen Partie
Spielbeginn ist am Samstag, 28. September, um 18 Uhr. Bereits um 9 Uhr startet in der Richard-Findl-Halle der Mini-Spieltag mit Landshut, Eggenfelden, Altötting und Simbach. Um 14 Uhr spielt die weibliche A-Jugend in der Oberliga Süd gegen den TSV Ottobeuren und um 16 Uhr haben die Damen 1 ihr erstes Heimspiel in der Oberliga Süd gegen den TSV Schleißheim.
Am Sonntag, 29. September, beginnt um 11 Uhr die männliche D-Jugend in der Bezirksklasse gegen den VfL Waldkraiburg, gefolgt von der weiblichen D-Jugend um 12.45 Uhr ebenfalls gegen den VfL. In der Oberliga Süd bestreitet die männliche C-Jugend um 14.30 Uhr ihr erstes Heimspiel gegen die HSG Gröbenzell-Olching und um 16.30 Uhr gehen die Herren 2 gegen den TSV Taufkirchen/Vils zum Abschluss des Heimspielwochenendes in den Ring.
Absteiger feiert ersten Sieg - 23.09.2024
Handball-Oberliga: TSV Simbach muss 33:29 in Haunstetten teuer bezahlen - Schachinger mit Nasenbeinbruch ins Krankenhaus
Prima Start für den neuen Trainer: Die Handballer des TSV Simbach haben zum Auftakt der neuen Oberliga-Saison mit 33:29 beim TSV Haunstetten gewonnen und feierten damit unter Senad Jagodic den ersten Sieg im ersten Meisterschaftsspiel. Allerdings muss die Innstädter den doppelten Punktgewinn teuer bezahlen: In der zweiten Halbzeit wurde Marius Schachinger derart unsanft von einem Gegenspieler getroffen, dass er mit gebrochener Nase und einer Platzwunde ins Krankenhaus musste, der Mittelmann wird seinem TSV jetzt mehrere Wochen fehlen.
Nach dem Abstieg aus der Bayernliga hatten sich die Handballer vom Inn für ihren ersten Auftritt viel vorgenommen. Unter ihrem neuen bosnischen Übungsleiter sollte vor allem die Abwehr besser stehen. Das klappte in den ersten 30 Minuten beim Gastspiel in Haunstetten noch nicht wirklich, die Abstimmung im 3-2-1-Verband stimmte bisweilen nicht, so dass die Gastgeber zu vielen einfachen Toren kamen. Und auch im Angriff gab’s dieselben Probleme zu beobachten wie in der Vorsaison: Leichtsinnsfehler, unkontrollierte Abspiele an den Kreis, überhastete Würfe.
„Das war ein turbulentes Spiel“, faste denn auch sportlicher Leiter Julian Henzel das Geschehen auf der Platte im Süden von Augsburg zusammen.
Allerdings übernahmen die Simbacher nach 15 Minuten mehr und mehr die Kontrolle, konnten sich mit kurzzeitig mit zwei Toren absetzen. Die Partie wogte jedoch bis zur Halbzeit hin und her, erst in den Schlussminuten gelang dem Jagodic-Team ein Vorsprung von drei Treffern. Dazu verhalf ihnen auch ein direkt verwandelter Freiwurf in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit, Xaver Baumgartner jagte da den Ball ins gegnerische Netz. „Sehr cool“, befand Henzel. So ging's beim Stand von 16:13 für die Innstädter in die Kabine, auch weil Jonas Hennersberger vier seiner fünf Tore im ersten Abschnitt erzielte.
Am Spielgeschehen änderte sich in Durchgang 2 wenig: Die Hausherren, der Vorjahres-Dritte, ließ sich nicht abschütteln und wählte als taktisches Mittel im Angriff den siebten Mann, sprich: für den Torwart wechselte für die Offensive stets ein siebter Feldspieler auf die Platte. „Damit sind wir zunächst überhaupt nicht zurecht gekommen“, befand Henzel, der mit ansehen musste, wie sich der gastgebende TSV partout nicht abschütten lassen wollte. Dazu trugen auch weiter uninspirierte Anspiele an die Simbacher Kreisspieler bei.
Nach etwa zehn Minuten in Hälfte 2 musste Marius Schachinger vom Feld: Der Mitte-Mann wurde bei seinem Comeback im TSV Dress nach seinem Rad-Trip nach Südafrika von einem Gegenspieler im Gesicht getroffen. Die schlimme Diagnose gab's später im Augsburger Krankenhaus: Nasenbeinbruch. Der Simbacher musste zur Beobachtung sogar die Nacht im Spital in Schwaben bleiben.
Seine Kollegen verkrafteten diesen Schock indes gut auf der Platte. Besser eingestellt auf das taktische Mittel des siebten Feldspielers gelangen ihn sogar einige einfache Treffer ins verwaiste Tor des Gegners. Bis zur 55. Minute konnten sich die Jagodic-Schützlinge so sogar auf fünf Tore absetzen. Das Ding schien durch - doch weit gefehlt. Wie schon in der Vorsaison zeigten die TSV-Handballer in dieser Crunch-Time Nerven, der Gastgeber verkürzte 90 Sekunden vor Spielende sogar auf 29:30 - der Sieg drohte, sich in eine Niederlage zu wenden.
Doch mit Glück und Geschick und durch Tore von Matthias Schimpf, Jan Syrinek und Jonas Hennersberger gelang dem Bayernliga-Absteiger noch der ersehnte erste Erfolg. Diese Stammkräfte hatten in den entscheidenden Schluss-Sekunden noch genug „Benzin im Tank“, weil Coach Jagodic sehr frühzeitig und richtig gewechselt hatte und die Einsatzzeiten auf den ganzen Kader verteilte.
„Dieser Sieg war ganz wichtig“, sagte Henzel, „es geht in die richtige Richtung, auf dieser Leistung lässt sich aufbauen.“ Gegen Ottobeuren, den kommenden Gegner der Handballer vom Inn am nächsten Samstag in eigener Halle (18 Uhr), „brauchen wir jedoch eine Leistungssteigerung“. Schmerzlich vermissen werden die TSV-Fans dabei Marius Schachinger…
Für den TSV Simbach spielten: Tor: Moritz Voll, Leon Lex; Feld: Xaver Baumgartner (1), Matthias Schimpf (6), Jonas Hennersberger (5), Tobias Schimpf (4), Jan Josef (6/2), Janic Katzhuber, Jan Syrinek (6), Bent Voll, Marius Schachinger, Tobias Plaza (3), Fabian Schwibach (2), David Kopp.